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Fabienne Suter will ein olympisches Diplom

Wie in die Abfahrt steigt Lindsey Vonn auch in die Super-Kombination als Favoritin, muss sich allerdings auf einen Dreikampf gefasst machen. Fabienne Suter zählt zu den Aussenseiterinnen.

Der zweite alpine Wettbewerb der Frauen in Whistler wird eine Premiere sein. Erstmals beinhaltet die Kombination bei Olympischen Spielen neben der Abfahrt lediglich einen Slalom-Lauf. Im Weltcup wird dieses Format seit vier Jahren angewendet, bei Olympia waren in der Kombination als eigenständigem Wettkampf bislang zwei Slalom-Durchgänge zu absolvieren gewesen. Acht Siege in Folge

Der Kreis mit den Favoritinnen ist schnell gezogen. Bei "normalem" Rennverlauf wird einzig Anja Pärson und Maria Riesch zugetraut, ihre (Head-)Markenkollegin Lindsey Vonn herauszufordern. Die Prognose ist nicht allzu sehr gewagt, dass eine Fahrerin aus diesem Trio sich Gold wird umhängen lassen. In den letzten acht Super-Kombinationen im Weltcup teilten sich die drei die Siege stets unter sich auf; je dreimal standen Lindsey Vonn und Anja Pärson ganz oben, zweimal Maria Riesch. Im Kampf um die Nachfolge der Kroatin Janica Kostelic, die 2002 und 2006 Gold geholt hat, vermag selbst die Österreicherin Kathrin Zettel als Weltmeisterin nicht mitzuhalten. Der Konkurrenz bleibt primär die Hoffnung auf Lindsey Vonns aktuelle Probleme im Slalom. Im bisherigen Verlauf der Saison liess sie die Konstanz und vor allem die im vorangegangenen Winter demonstrierte Stärke vermissen. In Bezug auf die Schienbein-Verletzung konnte die Amerikanerin eine deutliche Besserung vermelden. Wegen der vielen Unebenheiten in der Piste hatte sie nach dem Abfahrtstraining am Montag gleichwohl über Schmerzen geklagt.

Die Rolle der ersten Herausforderin teilen sich Anja Pärson und Maria Riesch, die "olympische Vorgeschichte" der beiden könnte demgegenüber unterschiedlicher nicht sein. Derweil die Schwedin neben Slalom-Gold 2006 eine silberne und drei bronzene Auszeichnungen ihr Eigen nennt, ist die Deutsche als "Rookie" nach Kanada gereist. Vor vier Jahren hatte sie die Saison wegen eines Kreuzbandrisses gut zwei Monate vor Beginn der Spiele in Turin beenden müssen. Bescheidene Schweizer Ziele

Die Schweizer Equipe wird mit vier Fahrerinnen vertreten sein -- mit mehrheitlich bescheidenen Zielen. Fabienne Suter gibt eine Klassierung in den ersten acht, was dem Gewinn eines olympischen Diploms gleichkäme, als realistisches Ziel vor. "Es wäre vermessen, an eine Medaille zu denken", sagt sie. Dass sie bei optimaler Leistung in den Bereich der Podestplätze vordringen kann, hat Fabienne Suter zuletzt in St. Moritz mit Rang 5 angedeutet, nachdem sie gleichenorts im vergangenen Winter sogar Dritte geworden war. Die weiteren Schweizer Starterinnen sind Nadja Kamer, Dominique Gisin und Andrea Dettling, die in der Super-Kombination in diesem Winter Klassierungen zwischen Platz 15 und 18 ausweisen.

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