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17-Jähriger verklagt die Fifa

Ein 17-jähriger afrikanischer Junior klagt vor dem Handelsgericht in Zürich die Fifa wegen ihres Transferreglements an. Das Transferverbot minderjähriger Spieler sei nicht rechtens.

Diskriminierende Transferregelungen? Der Fifa-Hauptsitz in Zürich.
Diskriminierende Transferregelungen? Der Fifa-Hauptsitz in Zürich.
Walter Bieri, Keystone

Ein 17-jährige Jungprofi aus Afrika und seine Eltern stören sich an den Transferbestimmungen der Fifa, wonach internationale Transfers von jungen Fussballern verboten sind. Die Regeln verbieten es dem Junior, einem Junioren-Nationalspieler in seiner Heimat, zu einem Profiklub in der EU oder in der Schweiz zu wechseln. Damit verpasse er und seine Familie möglicherweise eine einmalige Gelegenheit, beruflich und sozial weiterzukommen.

Die Fifa erliess diese Transferregelungen, um junge Fussballer zu schützen. Die Familie sieht das anders: Die Regelungen seien eine Diskriminierung von Fussballspielern aus Drittstaaten ausserhalb der Europäischen Union.

Fifa-Regeln braucht es nicht

Die Klage vor dem Zürcher Handelsgericht stützt sich vor allem auf das Schweizer Kartellrecht und das Wettbewerbsrecht der EU. Das Transferreglement der Fifa verstosse gegen fundamentale Rechtsgrundsätze, gegen die zwischen der Schweiz und der Europäischen Union festgehaltenen Personenfreizügigkeit, gegen die Personenfreizügigkeit innerhalb der EU und gegen das Recht von Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern auf Nicht-Diskriminierung.

Die Kläger sind der Meinung, die FIFA-Regeln brauche es gar nicht, weil alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und auch die Schweiz strenge Gesetze zum Schutz junger Arbeitnehmer und Studenten erlassen haben. So kriegte vor einem Jahr sogar der neue NHL-Superstar Auston Matthews in der Schweiz für die ZSC Lions vorerst keine Arbeitsbewilligung. Matthews durfte erst nach einem Monat und nach seinem 18. Geburtstag in der NLA-Meisterschaft eingreifen.

SDA/bee

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