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«2026 findet die WM am Nordpol statt»

Die Redaktion Tamedia-Leser finden den Fifa-Entscheid für Qatar zumindest seltsam, sehen Russland als Austragungsort der WM 2018 aber durchaus positiv. Nur Sepp Blatter kommt durchs Band schlecht weg.

«Sie werden dort verdursten»: Sepp Blatter verkündet am donnerstag in Zürich die WM-Vergaben.
«Sie werden dort verdursten»: Sepp Blatter verkündet am donnerstag in Zürich die WM-Vergaben.
Keystone

Der Entscheid der Fifa gab viel zu reden. Auch unsere Leser griffen eifrig in die Tasten, und der Tenor ist klar: Qatar ist unverständlich, Russland mag okay sein, und die Fifa mit Präsident Sepp Blatter verfolgt eigene Interessen.

«Macht doch Sinn», meint beispielsweise Michael Kummer: «Es wäre naiv zu glauben, etwas anderes als Geld habe eine Rolle gespielt.» Und Franz Ineichen sagt: «Es gewinnt jeweils jener, der zum jeweiligen Zeitpunkt stimmenmässig für Herrn Blatter ausschlaggebend ist.» Leser Ulrich Scheidegger zieht Parallelen zur Kirche: «Blatter muss auch als Missionar einer Institution Fifa verstanden werden.»

Anders sieht es Oliver Fischer: «Die Welt besteht nicht nur aus Westeuropa. Die Fifa will neue Märkte erschliessen, das ist doch nur logisch.» Stefan Flüeler schreibt: «Die Fifa hat zugunsten des Fussballs entschieden. Russland und der Mittlere Osten waren noch nie Austragungsort der WM, obwohl es in beiden Regionen Millionen begeisterter Fussballfans gibt.»

«Russland geht in Ordnung»

Überhaupt haben die meisten Kommentar-Schreibenden, die nicht einfach der Fifa unlautere Machenschaften unterstellen, nicht viel gegen Russland als Austragungsort auszusetzen. «Der Zuschlag für Russland geht doch in Ordnung, Russland hat schliesslich eine grosse Fussballtradition. Peinlich war das Jammern der Briten», findet Marcel Aegerter. «Moskau, Petersburg, Samara, Kasan, liebe Schweizer, mal was Neues und Stadien, von denen wir nur träumen können!», jubelt Gerhard Koch. Und Evgeny Propopov versichert: «Russland wird die beste WM ausführen. Wir danken der Fifa-Welt.»

Auf weit weniger Verständnis stösst die Endrunden-Vergabe an Qatar. Markus Stutzer fragt sich: «What's next? Olympische Winterspiele auf den Cayman Islands?» Jörg Keller macht sich Sorgen wegen der Stadien im Emirat: «Ich fürchte, in Zürich sind soeben 28 superteure Bauruinen beschlossen worden.» Und Anita Müller wundert sich: «Als wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, dass die Menschheit sich bald selber abschafft. Fussball in der Wüste, in klimatisierten Stadien. Wahnsinn.»

Die wirkliche Sorge der Fussballfans: Bier

«Die erste WM ohne Alkohol?», lautet die bange Frage von Sven Beer. Martin Hess hingegen sieht einen tieferen Sinn hinter der Vergabe: «Qatar wurde ausgewählt, um die gewaltbereiten Hooligans in eine Falle zu locken. Sie werden dort verdursten.» Und Ben Dega lästert: «Weil man in Qatar keinen Alkohol trinkt, wurde die vorherige WM an Russland vergeben. Dort wird für zwei WMs getrunken.»

Er sei enttäuscht von der Vergabe, schreibt Mike Ribary: «Die Fussball-WM in Qatar kommt mir vor, wie wenn das Eidgenössische Schwingfest in St. Moritz wäre. Nichts gegen St. Moritz, aber Qatar hat mit Fussball so viel am Hut wie die Brasilianer mit Hornussen.» «Take it easy», sagt ürg Heiz, «2026 findet die WM am Nordpol statt. Ist kühler, und auch dort müssen neue Stadien gebaut werden.»

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