Guardiola lässt Frust freien Lauf

Obwohl ManCity gegen Burnley gewann, war der spanische Startrainer nach der Partie bedient – es ging um zwei Szenen.

Sichtlich bedient: Pep Guardiola. Video: Youtube.


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Er hätte durchaus besser gelaunt sein können. Zwei Tage nach dem 0:1 bei Liverpool startete Pep Guardiola mit Manchester City mit einem 2:1-Sieg gegen Burnley ins Jahr 2017. Dennoch watschte er zuerst in der Mixed Zone den BBC-Journalisten beim Interview ab, und nahm seine schlechte Laune gleich noch mit an die anschliessende Pressekonferenz.

Sie hätten gegen verschiedene Umstände ankämpfen müssen, bemerkte Guardiola. Es war sofort klar, dass der Spanier damit die Leistung von Schiedsrichter Lee Mason ansprach. Bereits nach einer halben Stunde schickte Mason City-Mittelfeldspieler Fernandinho vom Platz – immerhin dessen dritter Platzverweis in den letzten sechs Spielen.

Ob sich Fernandinho in dieser Situation intelligenter hätte verhalten müssen, wurde Guardiola gefragt. «Aber natürlich, es ist immer Manchester City schuld», ätzte er zurück. Sein Team versuche Fussball zu spielen, andere Umstände könne er nicht beeinflussen. Dem BBC-Journalisten weigerte er sich, eine Einschätzung abzugeben, ob der Platzverweis gerechtfertigt gewesen war: «Sie sind der Journalist, nicht ich. Fragen Sie doch den Schiedsrichter selber.»

Als ein Journalist an der Pressekonferenz sagte, er wolle mit ihm über Fussball sprechen, antwortete Guardiola ironisch und mit ungläubigem Blick: «Sind Sie sicher?» Er habe grosse Probleme damit, die Regeln in England zu verstehen, sagte der 45-Jährige hinsichtlich des 2:1-Anschlusstreffers von Burnley. Seiner Meinung nach sei City-Goalie Claudio Bravo unfair angegangen worden. «In jeder Liga der Welt ist das Foul, nur in England nicht», ereiferte sich der ehemalige Bayern- und Barça-Trainer. Allerdings wurde Bravo erst von einem Gegenspieler gefoult, nachdem der Ball die Linie überquert hatte – wegen eines Durcheinanders und der Tatsache, dass das Tor erst nachträglich mithilfe der Torlinien-Technologie gegeben wurde, hatte der Trainer das wohl nicht bemerkt.

Auf der Pressekonferenz kam dann noch die obligate Nachfrage zu Guardiolas Interview, in dem er sagte, er nähere sich seinem Karriereende als Trainer. «Ja, das habe ich gesagt», so Guardiola. Wieso? «Weil ich das entscheide», sagte er und stapfte sichtlich bedient davon. (fas)

Erstellt: 03.01.2017, 15:26 Uhr

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