Oberländer setzen auf Junge

Am Samstag starten die Teams der regionalen 2. Liga in die neue Saison. Auch vier Teams aus dem Berner Oberland kämpfen um Punkte.

Endlich zurück in der regionalen 2. Liga: Die Spieler des FC Interlaken feierten im Juni den Aufstieg.

Endlich zurück in der regionalen 2. Liga: Die Spieler des FC Interlaken feierten im Juni den Aufstieg. Bild: Hans Wüthrich

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Die 2. Liga regional ist die Königsklasse im Regionalfussball. Viele ambitionierte Klubs streben das Erreichen dieser Liga an, nur die wenigsten schaffen es, irgendwann zu promovieren, weil der Weg mit Barragespielen in der 3. Liga ein äusserst steiniger ist.

Am Sonntagnachmittag nehmen die besten Fussballer der lokalen Klubs ihren Spielbetrieb nach einer langen Sommerpause wieder auf. Nach den Abstiegen des FC Allmendingen und der SV Meiringen in die 3. Liga stellt das Berner Oberland für die neue Saison immerhin noch vier Equipen. Nebst den etablierten Klubs Dürrenast, Rothorn und Spiez gesellt sich mit dem traditionsreichen FC Interlaken ein Aufsteiger aus der 3. Liga dazu, der allerdings schon über Erfahrung in der 2 Liga aus früheren Jahren verfügt.

Dürrenast: Jugend forscht

Der FC Dürrenast ist auf dem Platz Thun ein Kultverein. In den letzten zwei Saisons gelang es dem FCD, nach einer schwierigen Phase und zwischenzeitlicher Gefahr, sogar in die 3. Liga abzusteigen, sich von Woche zu Woche zu konsolidieren und zu stabilisieren. In der letzten Rückrunde überzeugten die Thuner mit teils attraktivem Fussball, zudem war ein guter Teamgeist spürbar. Diesen Schwung will die Mannschaft von Coach Stephan Jaussi auch in die neue Spielzeit mitnehmen.

Dies, obschon die Equipe nicht weniger als fünf wichtige Spieler aus der Vorsaison ersetzen muss. Vor allem die Abgänge von Topskorer Felix Häsler, der zum Aufsteiger Muri-Gümligen wechselt, und dem langjährigen Captain Martin Aebischer (zu Steffisburg) dürften schwierig zu kompensieren sein. Deshalb hat für Sportchef Kurt Wittwer der Ligaerhalt oberste Priorität. «Wir setzen noch mehr auf die Jugend, haben nebst drei jungen Spielern von anderen Teams auch noch fünf A-Junioren hochgezogen. Sie sind unsere Zukunft», sagt Wittwer.

Spiez: Verjüngungsprozess

Auch beim FC Spiez wurde das Team auf die neue Saison hin «massiv verjüngt», wie Trainer Peter Kobel erklärt. Deshalb lautet das Saisonziel der Spiezer ganz klar Klassenerhalt. Die Vorbereitung verlief ohne grössere Komplikationen, die Mannschaft blieb vom Verletzungspech, welches die Equipe in der letzten Rückrunde arg gebeutelt hatte, mehrheitlich verschont. «Ich bin mit den Leistungen in der Vorbereitung im Grossen und Ganzen zufrieden, obschon wir sicher noch Luft nach oben haben und sich das Team sicher auch noch finden muss», sagt Kobel, der sich über die Zuzüge Nils Wyssen (von Dürrenast) und Adrian Stucki (FC Heimberg) freut.

Rothorn: Viele Mutationen

«Unser vordergründiges Ziel ist es, unsere vielen jungen Spieler an das Niveau der 2. Liga heranzubringen», sagt Rothorn-Coach Toni Secchi, der sich mit seiner Equipe gern im vorderen Drittel der Tabelle platzieren möchte. Ein Unterfangen, das Secchi mit einer veränderten Mannschaft in Angriff nehmen muss. Nicht weniger als sieben Junioren im Alter von 16 bis 18 Jahren baute der Coach in der Saisonvorbereitung neu ins Team ein, zudem stiessen auch noch vier weitere Spieler zur Mannschaft, die nach einer Pause oder einer Verletzung zurückkehren oder von anderen Klubs verpflichtet wurden. «Obschon die Vorbereitungsphase wegen einiger Verletzungen nicht immer optimal verlief, steigerte sich die Equipe von Spiel zu Spiel», sagt Coach Secchi.

Interlaken: Zuversicht

Der FCI ist mit seinen rund 800 Mitgliedern einer der wichtigsten Vereine im Berner Oberland. Nach dem ersehnten Aufstieg, der im letzten Juni Tatsache wurde, steht der FCI vor einer interessanten Saison, in welcher der Klassenerhalt laut Trainer Michele Moreno das Ziel ist. Die Interlakner konnten ihre Aufstiegsmannschaft zusammenhalten und mit dem Zuzug des Ex-Thun-Juniors Massimo Bisante verstärken. Auch eigene Junioren wurden integriert. «Trotz einer kurzen Vorbereitung konnte sich das Team weiterentwickeln», sagt Coach Moreno mit Zuversicht. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.08.2017, 10:22 Uhr

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