Prishtinas zwei Gesichter

Der FC Prishtina unterliegt dem Leader Biel 1:4. Dem Team von Antar Laidani bleiben noch drei Spiele, um den Abstieg aus der 2. Liga inter abzuwenden.

Tröstende Worte: Der Bieler Labinot Sheholli muntert Gegenspieler Zahiri nach dessen Platzverweis auf.

Tröstende Worte: Der Bieler Labinot Sheholli muntert Gegenspieler Zahiri nach dessen Platzverweis auf. Bild: Iris Andermatt

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Am Schluss steht aus der Sicht des Heimteams mit 1:4 ein bitteres Resultat auf der Anzeigetafel. Prishtinas algerischer Trainer Antar Laidani versucht nach zwei Platzverweisen, seine noch verbleibenden acht Feldspieler zu formieren – ein schwieriges Unterfangen. Zumindest liessen sich weitere Gegentore auch dank Torhüter Albano Gjokai verhindern.

Mängel im Spiel

Dass Prishtina gegen den Abstieg und Biel um den Aufstieg spielt, war in der ersten Halbzeit nicht zu erkennen. Die Bieler liessen zwar den Ball etwas schneller laufen, die Berner kamen aber zu den besseren Möglichkeiten.

Die Chancenauswertung bei Prishtina erwies sich indes als mangelhaft: Aus vier Topchancen re­sultierte in der ersten Halbzeit ­lediglich ein Torerfolg. Kurz vor der Pause legte Dardan Mehmeti im Strafraum auf Kwabena Duah, der seine dritte hundertprozentige Möglichkeit endlich nutzte. 1:0 zur Pause – es hätte mindestens 3:1 stehen müssen.

Zuvor verpassten Duah und Chibueze Udemba für Prishtina Mal für Mal. «Wir waren nicht genug effizient», hielt Laidani fest und fügte an: «Dennoch haben wir auch heute unser offensives Spiel gespielt und haben uns nicht versteckt.»

In der Tat zeigte sich der FC Prishtina in der ersten Halbzeit von seiner besten Seite. Der Tabellenführer aus Biel konnte sich nach einem Freistoss nur einen Lattenschuss notieren lassen, die restlichen Versuche konnten allesamt vom starken Gjokai pariert werden.

Sich selber bezwungen

Nach dem Pausentee wurden nicht nur die Seiten gewechselt, auch die Spielanteile verschoben sich zugunsten der Seeländer. Ein Kopfballtor sowie ein sehenswerter Freistosstreffer brachte die Gäste in Front.

Der FC Prishtina verlor in der Folge komplett den Faden. Zuerst grätschte Captain Pajtim Mazreku einen Bieler Stürmer im Strafraum um, erhielt dafür die Gelb-Rote Karte gezeigt und verursachte einen folgerichtigen Elfmeter. Kaua Seferi verwertete diesen souverän zum 1:3.

Wenig später liess sich Gzim Zahiri nach einem herrlichen Sololauf zu einer Tätlichkeit hinreissen und wurde ebenfalls des Feldes verwiesen. Der FC Prishtina fiel auseinander, zeigte in der zweiten Hälfte sein zweites, undiszipliniertes Gesicht. Der FC Biel hatte gegen neun Berner kein Problem, den Ball zirkulieren zu lassen, und kam drei Minuten vor dem Ende zum vierten Treffer.

«Wir haben uns selber ge­schlagen» konstatierte Laidani nüchtern. «Die Roten Karten haben uns mental kaputtgemacht» war sich der 45-Jährige bewusst. Der Abstiegskampf der letzten drei Spiele wird mit gesperrtem Stammpersonal sicherlich nicht einfacher. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.05.2018, 10:38 Uhr

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