Schweizer Sternstunden in der Champions League

YB darf in der Königsklasse darauf hoffen, was Basel oder der FCZ bereits schafften: Die ganz grossen Sensationen.

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Am Donnerstag um 18 Uhr gilt es so richtig ernst für die Young Boys. Nach der geschafften Qualifikation heisst es zum ersten Mal in der Clubgeschichte: Auslosung der 8 Champions-League-Gruppen – und YB mittendrin. Irgendwann wird aus Topf 4 das Zettelchen gezogen werden, auf dem der Name des Schweizer Vertreters steht.

Wenn es das Los – oder die Glücksfee – gut meint mit dem Schweizer Meister, dann winken Begegnungen mit den Grössten des europäischen, ja des Weltfussballs. Eigentlich aber müsste es gar ziemlich verzwickt laufen, dass nicht mindestens ein Club von Weltformat ins Stade de Suisse kommt.

Vor YB spielten auf der höchsten europäischen Bühne bisher bereits 4 Clubs aus der Schweiz: GC (2 Teilnahmen), Basel (8), Thun (1) und der FC Zürich (1). In unserer Grafik sehen Sie, wie sich die Schweizer Teams bei ihren Teilnahmen schlugen:

Unerreicht ist der FC Basel. Bereits 19 Mal konnte er in der Champions League ein Spiel gewinnen. Als einziger Club überstand er die Gruppenphase, bereits dreimal stand er im Achtelfinal. Sternstunden erlebten die Basler insbesondere gegen englische Teams. Manchester United, Chelsea, Liverpool, Manchester City: Alle mussten sie schon Niederlagen gegen den vermeintlich kleinen Vertreter aus der Schweiz einstecken.

2011 schossen Marco Streller und Alex Frei den FCB zu einem Sieg bei Manchester United, die Engländer aus dem Wettbewerb und Basel zur ersten Achtelfinal-Qualifikation. 2014 gab es gegen Liverpool zu Hause einen Sieg und im entscheidenden Auswärtsspiel ein Unentschieden, das das Weiterkommen sicherte.

Auch in der letzten Saison überraschte Basel: Bei Benfica gab es dank des 5:0 den höchsten Sieg, den St. Jakob Park verliess Manchester United schon wieder als Verlierer (1:0).

Die FCZ und GC-Momente

GC-Fans dürfte vor allem eine Champions-League-Szene in Erinnerung geblieben sein: Am 25. September 1996 traf Murat Yakin im Auswärtsspiel bei Ajax Amsterdam mit einem herrlichen Freistosstor aus 40 Metern zum 1:0-Sieg.

Auch der FCZ hatte seine Sternstunde. Hannu Tihinen, ansonsten nicht gerade als der begnadete Techniker aufgefallen, sorgte 2009 mit einem Hackentrick bei der AC Milan für den Auswärtssieg – es ist bis heute der einzige Vollerfolg der Zürcher in der Champions League.

Und jetzt also YB, dessen Rausch einfach nicht enden will. Abgesehen vom verlorenen Cupfinal 2018 sind die Berner dominant und konstant wie nie. Champions-League-Sternstunden dürfen gerne folgen. (te)

Erstellt: 30.08.2018, 15:42 Uhr

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