Spycher bleibt YB erhalten

Christoph Spycher steht dem Schweizerischen Fussballverband nicht zur Verfügung, wie der Sportchef der Young Boys an der vereinseigenen Medienkonferenz gesagt hat.

Christoph Spycher verkündet an der Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart, dass er den Young Boys als Sportchef erhalten bliebt.

«Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, YB zu verlassen.» Diese Worte von Christoph Spycher lassen die Herzen aller YB-Fans höher schlagen, bangten sie doch um einen Abgang ihres Sportchefs zum Schweizerischen Fussballverband, der ihn mit dem Posten eines Generalmanagers gelockt hatte.

An der Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart sprach Spycher gelassen über die personelle Situation («das Transferfenster ist noch ein paar Stunden offen. Wir hoffen, dass nichts mehr passiert, aber wir sind auf Eventualitäten vorbereitet») und den Titelhunger («wir wollen den Titel verteidigen und im Cup besser abschliessen als letztes Jahr»). Dann kam die Frage nach seiner Zukunft. Und dann verzückte «Wuschu» sowohl die Journalisten im Raum, als auch die YB-Fans, die sich per Livestream zugeschaltet hatten.

Ganz unaufgeregt sagte er, dass er sich während der Transferzeit nie gross habe äussern wollen, dass er aber nun einen Grundsatzentscheid gefällt habe: «Ich stehe dem Verband nicht zur Verfügung», im Gegenteil, er blicke zuversichtlich in die Zukunft, mit den Young Boys «über den Sommer hinaus eine Lösung zu finden.» Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mögen beginnen.

«Wir sehen sicher einer Zukunft mit Steve»

Nicht nur hinter der Zukunft von Christoph Spycher stand ein Fragezeichen, sondern auch hinter derjenigen von Steve von Bergen. Darauf angesprochen antwortete der Abwehrchef, dass er noch für fünf Monate einen Vertrag habe, und diese werde er geniessen.

Aber auch diesbezüglich hatte Christoph Spycher gute Nachrichten für die YB Fans. «Wir sehen sicher eine Zukunft mit Steve, die Frage ist, in welcher Funktion.» Da man sich einig sei, dass von Bergen rein körperlich gesehen nicht mehr alle drei, vier Tage auf internationalem Niveau werde spielen können, wird er nicht mehr der «Leuchtturm in der Abwehr» sein, sagt Spycher. «Aber es gibt noch andere Funktionen auf dem Platz und es gibt auch eine Zukunft nach dem Fussball. Solange ich bei YB bin, wird die Tür für ihn immer offen sein.»

Steve von Bergen zu seiner Zukunft bei YB.

Gaudino kein Ersatz für Sanogo

Unter den YB-Spielern zeigte sich am Mittwoch auch ein neues Gesicht. Gianluca Gaudino war Anfang Januar von den Young Boys nach Bern geholt worden. Er freue sich riesig auf die Rückrunde, sagt der Deutsche. «Die Mannschaft hat mich top aufgenommen. Ich fühle mich super wohl», so der 21-Jährige. Sportchef Spycher stellt in der Medienkonferenz sogleich klar, dass man Gaudino nicht als Ersatz für Sekou Sanogo geholt habe. Er komme aus einer schwierigen Situation und werde daher behutsam aufgebaut.

Gianluca Gaudino war ein halbes Jahr ohne Club, bevor er zu YB kam .

mb/sih

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