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Dabbur als tragische Figur verschärft GC-Krise

Auch Bernegger schafft nach der Entlastung von Tami die Wende nicht und muss beim nächsten Spiel auf seinen wichtigsten Mann verzichten.

Schwarzer Abend: Patrick Olsen sieht in seiner ersten Super League-Partie die direkte Rote Karte.
Schwarzer Abend: Patrick Olsen sieht in seiner ersten Super League-Partie die direkte Rote Karte.
Peter Schneider, Keystone
Misslungene Premiere: Auch Bernegger schafft nach der Entlassung von Tami die Wende nicht.
Misslungene Premiere: Auch Bernegger schafft nach der Entlassung von Tami die Wende nicht.
Peter Schneider, Keystone
Tragische Figur: Munas Dabbu, sieht nach einer Schwalbe die gelbe Karte und fehlt damit im wichtigen nächsten Spiel von GC.
Tragische Figur: Munas Dabbu, sieht nach einer Schwalbe die gelbe Karte und fehlt damit im wichtigen nächsten Spiel von GC.
Georgios Kefalas, Keystone
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Achtung, fertig, Gegentor! Der Start von GC-Krisenmanager Carlos Bernegger ins Projekt «Nicht-Abstieg» hätte nicht schlechter sein können. Keine fünf Minuten waren gespielt, als sein Team im St.-Jakob-Park bereits im Rückstand lag. Renato Steffen bediente Luca Zuffi, der aus kurzer Distanz zum vierten Mal in dieser Saison erfolgreich war. Statistisch gesehen war damit die Partie bereits entschieden. Seit fast zweieinhalb Jahren und einem 1:1 am 27. September 2014 gegen Thun hat der FC Basel nach einer Führung nie mehr Punkte abgegeben. Weil es die Basler in der Folge verpassten, zumindest in der klar dominierten ersten Halbzeit, weitere Tore zu erzielen, durften die Grasshoppers bis zuletzt auf einen Coup hoffen. Nach der Pause hatte Munas Dabbur dann auch tatsächlich zwei gute Ausgleichschancen (53./70.).

GC mitten im Abstiegskampf

Letztlich war der Heimsieg der Basler zwar verdient, doch das knappe Resultat dürfen die Zürcher durchaus positiv werten. Sie steigerten sich nach der Pause und begegneten in dieser Phase dem Leader fast auf Augenhöhe. Die Grasshoppers blieben bis zuletzt und trotz frühem Rückstand im Spiel und setzten damit ein erstes Mal wenigstens in Ansätzen um, was Bernegger von ihnen verlangt: realistisch und pragmatisch zu spielen. Am Ende gab es für die Zürcher ein paar Komplimente, aber halt wieder keine Punkte. Die Situation bleibt unverändert heikel und könnte sich am Sonntag weiter verschärfen, wenn die nachfolgenden Vaduz und Lausanne aufeinandertreffen. GC hat in sieben Spielen der Rückrunde nur einen Punkt geholt. Bernegger hat nun in der Nationalmannschaftspause zwei Wochen Zeit, um das Team auf das Duell gegen Aufsteiger Lausanne einzustellen. Dannzumal wird Captain Munas Dabbur fehlen, der schon früh verwarnt wurde und nun gesperrt ist.

Wenig überzeugende Basler

Basel überzeugte nur in den ersten 45 Minuten, als der Serienmeister eine Reihe von guten Chance herausspielte. Nach der Pause wurde der Auftritt des FCB je länger desto langweiliger. Das Team von Urs Fischer hatte das Geschehen zwar im Griff und lief kaum Gefahr, den Vorsprung zu verspielen, aber es sind letztlich genau solche Spiele, die den anspruchsvollen Anhang nicht zufriedenstellen. Er musste 85 lange und torlose Minuten aushalten - und dies gegen das formschwächste Team der Liga.

Basel - Grasshoppers 1:0 (1:0)

26'027 Zuschauer. - SR Klossner.Tor: 5. Zuffi (Steffen) 1:0.Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Zuffi; Elyounoussi (84. Calla), Delgado (73. Fransson), Steffen; Sporar (68. Janko).Grasshoppers: Mall; Qollaku (64. Munsy), Vilotic, Bergström, Antonov; Lavanchy, Pnishi, Sigurjonsson (79. Hunziker), Caio; Andersen (60. Olsen), Dabbur.Bemerkungen: Basel ohne Bua (verletzt) und Doumbia (nicht im Aufgebot), Grasshoppers ohne Basic, Pickel und Sherko (alle verletzt). 88. Rote Karte gegen Olsen wegen Fouls.Verwarnungen: 27. Dabbur (Unsportlichkeit). 57. Lavanchy (Foul). 89. Xhaka (Unsportlichkeit).

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