Ärger um Akanji in Dortmund

Mats Hummels löst Manuel Akanji als dritten Captain ab. Nach der Entscheidung von Lucien Favre soll der Schweizer Innenverteidiger aus dem Mannschaftsrat ausgetreten sein.

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Von mieser Stimmung bei Borussia Dortmund schreiben diverse deutsche Medien. Von Ärger im Pott. Hintergrund sind für die «Sport Bild» die von Lucien Favre angeordneten Veränderungen in der Hierarchie der Dortmunder Mannschaft. Der BVB-Trainer hatte den bisherigen dritten Captain Manuel Akanji seines Amtes enthoben und Mats Hummels als dessen Nachfolger bestimmt. Damit ist der Rückkehrer auch direkt Teil des Mannschaftsrates, welcher beim BVB von bisher sechs auf fünf Mitglieder verkleinert wurde.

Abwehrspieler Akanji sollte neben Marco Reus, Axel Witsel, Lukasz Piszczek und Mats Hummels zum Spielerrat zählen. Das war der Plan. Akanji schien aber einen eigenen zu haben: Der 24-Jährige machte die Ausbootung nicht mit und trat als Einziger zurück. Der Mannschaftsrat besteht nun nur noch aus vier Spielern.

Die Enttäuschung sitzt wohl zu tief

Für den 17-fachen Schweizer Internationalen muss die Enttäuschung wohl zu gross gewesen sein, dass Favre seine Position, die er sich mit starken Leistungen erarbeitet hatte, in Frage gestellt hatte. Denn während Akanji zuletzt eine überragende Saison spielte und überhaupt zu den grössten Defensiv-Talenten in Europa zählt, befindet sich der Weltmeister von 2014 im Herbst seiner erfolgreichen Karriere. Selbst in Sachen Marktwert hat Akanji (40 Millionen Euro) seinen 30-jährigen, neuen Partner in der Innenverteidigung laut Transfermarkt.de mittlerweile überflügelt – Hummels wird mit 35 Millionen Euro geführt.

Am Sonntag nach dem Bundesliga-Auftakt (Mitte August) trafen sich Spieler und Verantwortliche mit ihren Familien im Restaurant Overkamp im Dortmunder Süden zum Essen. Die Stimmung war offenbar gut, die neue Machtverteilung aber dennoch ein grosses Thema. Denn: Die meisten – auch Führungsspieler – waren davon ausgegangen, dass die Hummels-Rückkehr keine Auswirkungen auf die Hierarchie haben würde.

Akanji selber liess sich letzten Freitag auf dem Platz nichts anmerken und holte mit seinem Team mit einem 3:1-Sieg beim 1. FC Köln bereits den zweiten Dreier in der Meisterschaft.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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