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Am Ende wieder das grosse Zittern

In einer bescheidenen Partie setzen sich effiziente Young Boys in Luzern verdient 2:1 durch.

Yuya Kubo trifft in der 10. Minute zum 1:0 für die Young Boys.
Yuya Kubo trifft in der 10. Minute zum 1:0 für die Young Boys.
Keystone
Moreno Costanzo im Duell mit Rangelov.
Moreno Costanzo im Duell mit Rangelov.
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Milan Gajic duelliert sich mit Rangelov.
Milan Gajic duelliert sich mit Rangelov.
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Wenn die Young Boys 2:0 führen, zittern sie in der Schlussphase gehörig. So muss man das sehen in diesen Wochen. Beim Leader Basel verlor YB noch 2:3, gegen den Letzten Lausanne führte die vorübergehende Baisse zu einem 5:3-Heimsieg – und gestern in Luzern resultierte nach schwierigen letzten Minuten ein hart erkämpfter 2:1-Sieg. Diesmal gab es keine umstrittene Schiedsrichterentscheidung gegen YB (wie in Basel), diesmal gab es keine schweren Konzentrationsmängel der Young Boys (wie gegen Lausanne), diesmal überstanden die Berner den Ansturm des Gegners schadlos. Die Flanken, Freistösse und Eckbälle der Luzerner sorgten zwar für unangenehme Momente, ausser dem Anschlusstor des auffälligen Mahmoud Kahraba nach an einem Freistoss sowie einem Kopfball Dimitar Rangelovs in der 72.Minute blieben die Bemühungen des bescheidenen FCL indes ohne Fortune.

Viele Fehlpässe

Und so feierten die Young Boys den Auswärtssieg in Luzern ausgelassen und mit Jubelschreien der Erleichterung. Ein «sehr wichtiger Sieg» sei das gewesen, meinte Trainer Uli Forte, und Sportchef Fredy Bickel sprach von einem «Big Point» gegen einen Rivalen im Verfolgerfeld des FC Basel. Die Luzerner, im Herbst noch eines der Überraschungsteams, präsentieren sich in der Rückrunde bisher allerdings wenig überzeugend. «Aber es ist nie einfach, in Luzern zu gewinnen», sagt YB-Abwehrchef Steve von Bergen. Und: «Es ist gut, haben wir uns defensiv gesteigert.» Die Young Boys jedenfalls verliessen Luzern gestern in aufgeräumter Stimmung, und auf dem Heimweg nach Bern hätten sie beinahe noch allerbeste Kunde aus Zürich erfahren. Doch weil GC-Captain Veroljub Salatic in der letzten Minute einen Elfmeter gegen Basel verschoss, rettete der Leader FCB beim 1:1 einen Punkt. Damit liegen die Young Boys drei Zähler hinter Basel – und können am Mittwoch im vorgezogenen Spiel in Sion mit einem Erfolg nicht vorübergehend sogar auf Rang 1 hüpfen.

Meisterlich war die Berner Leistung in einer zerfahrenen, wenig unterhaltsamen Begegnung in Luzern ohnehin nicht. Viele Fehlpässe prägten das Geschehen auf tiefem Terrain. «Bei den Young Boys waren die Automatismen besser», sagt der ehemalige YB-Spieler François Affolter, der nach langer Verletzungspause ein durchzogenes Debüt beim FC Luzern erlebte. Sein Teamkollege Xavier Hochstrasser, einst auch in Bern engagiert, lobt die Effizienz bei YB.

Für einmal benötigten die Young Boys tatsächlich wenig Gelegenheiten, der Japaner Yuya Kubo führte sie mit zwei Toren auf die Siegesstrasse. Und hätte Josef Martinez bei seiner Grosschance das 3:0 geschossen, wäre den Bernern die Zitterpartie am Ende erspart geblieben. Das aber hätte überhaupt nicht zu diesen YB-Wochen gepasst.

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