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Arsenals Teenager-Show mit Djourou

Sagen Ihnen die Namen Merida, Vela, Gibbs, Wilshere, Randall, Ramsey oder Simpson etwas? Vermutlich noch nicht. Es handelt sich um Arsenal-Spieler, die im Ligacup gegen die Premier-League-Profis von Wigan 3:0 siegten.

«Es war eine bemerkenswerte Kombination von Zielstrebigkeit, Kraft und Qualität, und wir waren von der ersten Minute an bereit. Wir waren unerbittlich. Es war ein fantastischer Sieg», schwärmte Wenger. Schon in der vorangehenden Runde hatten Arsenals Teenager Sheffield United 6:0 deklassiert. Und auch im Viertelfinal will Wenger wieder den Jungen eine Chance geben.

«Sie haben einige wundervolle talentierte Spieler, doch ich bin bitter enttäuscht. Sie haben uns in den Hintern getreten.» Die Worte von Wigans Trainer Steve Bruce nach der Pleite im Achtelfinal des Ligacup sind überdeutlich. Das Durchschnittsalter von Arsenals Mannschaft, zu der auch der Schweizer Johan Djourou gehörte, betrug am Dienstagabend gerade mal 19 Jahre. Und herausragend war der Jüngste von ihnen: Der 16-jährige Jack Wilshere. Er bereitete das 1:0 durch den 19-jährigen Jay Simpson mit einem herrlichen Steilpass vor. Simpson, der im ersten Spiel von Beginn an seine ersten Tore erzielte, verdoppelte die Führung nach der herrlichen Vorarbeit von Carlos Vela (19). Und der Mexikaner krönte den perfekten Abend, nach einem idealen Pass in die Tiefe von Djourou, mit einem herrlichen Lob über Chris Kirkland.

Wenger genoss jede Minute

Beinahe 60'000 Zuschauen waren im Emirates Zeuge des formidablen Auftritts beim «Teenage Kick» («Guardian»). Arsenals Trainer Arséne Wenger «genoss jede Minute des Spiels, weil es ein grosser Test war» - und er war nicht der einzige. Linksfuss Wilshere verzückte im rechten Mittelfeld alle und wohl auch Fabio Capello, den englischen Nationaltrainer, auf der Tribüne. Er dürfte ihn sich als zukünftigen Nationalspieler notiert haben. Und es passte zum Abend, dass der 16-Jährige als «Man of the Match» ausgezeichnet wurde und dafür eine Flasche Champagner erhielte – auch diese dürfte (theoretisch) erst für die Zukunft sein.

Die englischen Medien verglichen Wilshere euphorisch bereits mit Cesc Fabregas, dem erst 21-jährigen Spielmacher. Der Spanier gehört zum Stamm der Mannschaft und kam folglich im Ligacup nicht zum Einsatz. «Cesc und Jack könnten gut zusammenspielen», erklärte Wenger. «Sie sind verschiedene Spieler. Wilshere ist mehr ein Dribbler, während Fabregas mehr ein Passeur ist», erklärte Wenger.

Djourous Hands

Erster Bewunderer des Auftritts der Teenager war Bruce. Der Wigan Trainer hatte ausschliesslich gestandene Premier-League-Spieler auf das Feld geschickt, und zur besseren Defensive fünf Mittelfeldspieler gruppiert. Es half nichts. Viel mehr stand Kirkland häufig im Mittelpunkt und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Einem Torerfolg nahe kam Wigan eigentlich nur, als es einen Handspenalty reklamierte. Djourou sprang der Ball beim Stand von 1:0 im eigenen Strafraum bei einer Abwehr an den Arm. Und so blieb Bruce letztlich nur die Erkenntnis, dass Arsenal «gegen uns mehr Chancen kreierte als jede andere Mannschaft in dieser Saison».

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