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Arteta schwärmt und stimmt Xhaka um

Der Schweizer Nationalspieler stand kurz vor einem Wechsel zu Hertha. Ein Gespräch mit dem Trainer hat seine Meinung geändert.

Frrok Boqaj
Ende Oktober musste Granit Xhaka in der 61. Minute gegen Crystal Palace vom Platz. Dabei wurde er von einem Buhruf-Konzert der Fans verabschiedet.
Ende Oktober musste Granit Xhaka in der 61. Minute gegen Crystal Palace vom Platz. Dabei wurde er von einem Buhruf-Konzert der Fans verabschiedet.
Freshfocus
Trainer Unai Emery verzichtete im anschliessenden Spiel gegen Wolverhampton auf die Dienste von Granit Xhaka.
Trainer Unai Emery verzichtete im anschliessenden Spiel gegen Wolverhampton auf die Dienste von Granit Xhaka.
epa/Etienne Laurent
Während Arsenal-Coach Unai Emery streng mit seinem eigenen Captain umging, ist City-Trainer Pep Guardiola (Bild) grundsätzlich dafür bekannt, dass er seine eigenen Spieler stets in Schutz nimmt.
Während Arsenal-Coach Unai Emery streng mit seinem eigenen Captain umging, ist City-Trainer Pep Guardiola (Bild) grundsätzlich dafür bekannt, dass er seine eigenen Spieler stets in Schutz nimmt.
Rui Vieira, Keystone
Auch für Granit Xhaka und dessen Reaktion hat er Verständnis.«Ich kann mich auch nicht immer kontrollieren», sagt der Spanier.
Auch für Granit Xhaka und dessen Reaktion hat er Verständnis.«Ich kann mich auch nicht immer kontrollieren», sagt der Spanier.
Peter Powell, Reuters
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Dunkle Wolken zogen in den letzten Monaten über Granit Xhaka auf. Ende Oktober gipfelte die Spannung zwischen dem Schweizer Nationalspieler und den Arsenal-Fans beim 2:2 gegen Crystal Palace darin, dass seine Auswechslung von Pfiffen und Buhrufen begleitet, er zum Sündenbock für die schwachen Leistungen der Gunners gemacht wurde. Und der ehemalige Arsenal-Trainer Unai Emery wirkte dabei ratlos.

Xhaka wollte weg. Wieder nach Deutschland, woran sich schöne Erinnerungen an die Zeit mit Gladbach knüpfen. Und alles deutete in den letzten Tagen auf einen Wechsel hin. Xhakas Berater José Noguera teilte – ausgerechnet als Emery-Nachfolger Mikel Arteta sein Debüt als Arsenal-Coach gab – dem Verein mit, dass Xhaka die Absicht habe, Arsenal in Richtung Hertha Berlin zu verlassen. Doch die Verhandlungen stocken. Das, weil Xhaka für einmal Unterstützung aus den eigenen Reihen erhält.

Vertrauen von Arteta, Telefonat mit Bruder

Arteta hat das Gespräch mit Xhaka gesucht und setzt sich nun für den Mittelfeldstrategen ein. In einem Interview mit der Londoner Tageszeitung «The Daily Telegraph» sagte der Spanier: «Ich wollte, dass er weiss, dass ich ihn unterstütze. Und ich bin bereit, den Verein zu ermutigen, dasselbe zu tun. Ich glaube, er könnte ein wirklich, wirklich guter Spieler für uns sein.» Arteta ist davon überzeugt, dass er den 27-jährigen Schweizer in London halten kann. «Er hat darüber nachgedacht, er hat nach dem Gespräch sehr positiv reagiert. Und ich denke, dass er seine Meinung bereits geändert hat», fügte der Spanier hinzu.

Dass die Worte Artetas gefruchtet haben, untermauern Aussagen von Xhakas älterem Bruder Taulant. Gegenüber t-online.de hielt er fest: «Ich weiss nicht, ob Hertha BSC überhaupt eine konkrete Option für Granit war. Ich habe mit ihm telefoniert und er hat mir gesagt, dass die Bundesliga zwar eine attraktive Liga ist, er aber auf jeden Fall in der Premier League bleiben möchte.» Und fügte hinzu: «Unter dem neuen Trainer Mikel Arteta fühlt er sich sehr wohl.»

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