Auch in dieser Statistik ist YB spitze

Der Schweizer Meister verzeichnet im eigenen Stadion ein markantes Plus an Zuschauern. Bei vielen anderen Clubs sind die Zahlen rückläufig.

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Die Young Boys haben dem FC Basel eine weitere Spitzenposition in der Super League abgenommen. Seit vergangenem Wochenende weisen die Berner den besseren durchschnittlichen Zuschauer-Wert der laufenden Saison aus. Insgesamt 351'895 Personen besuchten während der aktuellen Meisterschaft die YB-Spiele im Stade de Suisse (Durchschnitt: 25'135), der FCB verzeichnete bei seinen Heimauftritten im Sankt-Jakob-Park total 349'652 Matchbesucher (Mittelwert: 24'975) und hinkt somit leicht hinterher.

Wie sich die durchschnittlichen Zuschauerzahlen aller Clubs in der höchsten Spielklasse seit Saisonbeginn im Vergleich zur Vorsaison entwickelt haben, zeigen folgende Fakten:

Wie der Meister so der Aufsteiger: Nur Xamax verzeichnet neben YB (14,4 %) ein Plus. Jenes der Neuenburger ist mit 50,6 % zwar gewaltig, der hohe Wert lässt sich allerdings wesentlich auf ihre Promotion zurückführen.

Rückgänge im einstelligen Prozentbereich: Der FC Thun hat mit einem Minus von 0,45 % im Vergleich zum FC Zürich (-2,9 %), FC Basel (-3,4 %), FC St. Gallen (-4,4 %) und FC Luzern (-5,4 %) am wenigsten verloren.

Massive Einbussen im Wallis: Neben Lugano (-12,7 %) zählt der FC Sion (-12,3 %) zu den Verlierern. Nur beim abstiegsgefährdeten Grasshopper Club fällt der Zuschauerschwund – wenig überraschend – noch höher (-12,8 %) aus.

Stetige Zunahme bei YB: Über einen Zuschauer-Zuwachs durften sich die Berner schon in der vorhergehenden Saison (2017/18) freuen; im Vergleich zur Spielzeit 2016/17 betrug er satte 26,06 %. Von damals (Juli 2016) bis dato beträgt die Zunahme gar 44,20 Prozent.

Thun auch Publikums-Gewinner: Das leichte Minus in der aktuellen Saison täuscht, denn die Berner Oberländer konnten in der letzten Meisterschaft verglichen mit 2016/17 um 9,15 Prozent zulegen. Seit Sommer 2016 beträgt der Plus-Wert 8,8 %.

Einbruch bei Zürcher Clubs: Während der Spielzeit 2017/18 wiesen die beiden im Vergleich zur Vorsaison noch je eine zweistellige Progression aus. Diese lässt sich beim FCZ (+11,05 %) durch die Rückkehr in die Super League erklären. Bei GC (+ 14,00 %) fielen die Zürcher Derbys positiv ins Gewicht.

Mehr Ab- als Zunahme bei Sion:Die Walliser haben in der letzten Saison verglichen mit jener zuvor (16/17) zwar noch 10,8 Prozent an Zuschauern gewonnen. Aber sie büssten innert weniger als drei Jahren total 5,1 % an Matchbesuchern ein. Die mässige Heimbilanz (4 Siege, 8 Remis, 6 Niederlagen) aus der vergangenen Spielzeit ist wohl mit ein Grund für die jüngste Abnahme.

Minus über zehn Jahre: Der von Christian Constantin präsidierte FC Sion ist langfristig betrachtet der grösste Verlierer. 7,25 % weniger Zuschauer wurden in Sitten seit Ende der Saison 2008/09 registiert. Nur die Grasshoppers sehen sich in diesem Zeitraum ebenfalls mit einem Rückgang von 5,9 % konfrontiert.

YB mit mehr als einem Drittel mehr: In der selben Zeitspanne (Saisonende 2008/09 bis heute) steigerten die Young Boys ihren Zuschauer-Durchschnitt um kolossale 39,75 Prozent. Die Zunahmen beim FC Basel (19,6 %) und FC Luzern (17,8 %) fallen ebenfalls markant aus. Während sie in Basel und Bern primär auf sportliche Erfolge (national und international) zurückzuführen sind, hat in Luzern auch das im Juli 2011 neu eröffnete Stadion zur Erhöhung der Zahlen beigetragen.

Allgemeine Zunahme: Um 24,05 % wuchs die durchschnittliche Zuschauerzahl in der Super League seit Abschluss der Saison 2008/09 an. In der gleichen Periode betrug der Rückgang in der höchsten Spielklasse Österreichs 30,5 %, wobei die Bundesliga auf die aktuelle Saison hin noch um zwei auf zwölf Mannschaften aufgestockt wurde. Und hierzulande ist definitiv noch viel Luft nach oben vorhanden.

Challenge League weiter beliebt: In der zweithöchsten Spielklasse ging der Zuschauer-Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren um 3,57 Prozent zurück, allerdings gehörten der Liga in der Saison 2008/09 noch 16 Teams an. Mit zehn Mannschaften (seit 2012/13) beträgt der Schnitt aktuell 1945 Besucher pro Partie. Spitzenreiter ist der FC Winterthur, der durchschnittlich 3593 pro Spiel auf seine Schützenwiese lockt und im Vergleich zur Vorsaison ein Plus von 27,54 % verzeichnet.

ddu

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