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«Aufpassen, dass ich niemandem den Kopf abreisse»

Der 9-Punkte-Vorsprung auf die Bayern ist so gut wie verspielt. Roman Bürki und Matthias Sammer halten sich danach nicht zurück.

mro
Rennen erfolglos ihrem Rückstand nach: Die Dortmunder mit Mario Götze (am Ball) erleiden in Augsburg einen Rückschlag.
Rennen erfolglos ihrem Rückstand nach: Die Dortmunder mit Mario Götze (am Ball) erleiden in Augsburg einen Rückschlag.
Getty Images/Alexander Hassenstein
In der 24. Minute muss der Leader das 0:1 hinnehmen. Ji Dong-Won profitiert von Abstimmungsfehlern der BVB-Verteidiger...
In der 24. Minute muss der Leader das 0:1 hinnehmen. Ji Dong-Won profitiert von Abstimmungsfehlern der BVB-Verteidiger...
Getty Images/Alexander Hassenstein
...und schlenzt den Ball in die Maschen, wobei Goalie Roman Bürki chancenlos bleibt.
...und schlenzt den Ball in die Maschen, wobei Goalie Roman Bürki chancenlos bleibt.
Getty Images/Alexander Hassenstein
Das Heimteam feiert seinen Torerfolg entsprechend.
Das Heimteam feiert seinen Torerfolg entsprechend.
Daniel Kopatsch, Keystone
Dortmund erhöht den Druck und erspielt sich Chancen, wie hier jene durch Jacob Bruun Larsen, der aber Gregor Kobel – den Schweizer im Augsburger Tor – direkt anschiesst.
Dortmund erhöht den Druck und erspielt sich Chancen, wie hier jene durch Jacob Bruun Larsen, der aber Gregor Kobel – den Schweizer im Augsburger Tor – direkt anschiesst.
Getty Images/Alexander Hassenstein
Schon zur Pause scheint bei den Gelb-Schwarzen (l. Reus neben Jadon Sancho) etwas Ratlosigkeit zu herrschen.
Schon zur Pause scheint bei den Gelb-Schwarzen (l. Reus neben Jadon Sancho) etwas Ratlosigkeit zu herrschen.
Christof Stache, AFP
Der Schweizer Verteidiger Manuel Akanji steigt hart in den Zweikampf mit dem Torschützen.
Der Schweizer Verteidiger Manuel Akanji steigt hart in den Zweikampf mit dem Torschützen.
Christof Stache, AFP
Dortmund erhöht den Druck und erspielt sich weitere Möglichkeiten zum Ausgleich, wobei Raphael Guerreiro (r.) geschickt Kevin Danso ausspielt.
Dortmund erhöht den Druck und erspielt sich weitere Möglichkeiten zum Ausgleich, wobei Raphael Guerreiro (r.) geschickt Kevin Danso ausspielt.
Getty Images/Alexander Hassenstein
Doch in der 67. Minute jubelt wieder der Aussenseiter. Erneut trifft Dong-Won (M.) und ist ausser sich vor Glück.
Doch in der 67. Minute jubelt wieder der Aussenseiter. Erneut trifft Dong-Won (M.) und ist ausser sich vor Glück.
Getty Images/Alexander Hassenstein
Da verfinstert sich die Miene von BVB-Coach Lucien Favre weiter.
Da verfinstert sich die Miene von BVB-Coach Lucien Favre weiter.
Christof Stache, AFP
In der 81. Minute verkürzt Paco Alcacer (r.) zwar, doch sein Anschlusstreffer kommt zu spät. Der Leader muss sich 1:2 geschlagen geben und beim Torschützen kommt im Nachhinein keine Freude auf.
In der 81. Minute verkürzt Paco Alcacer (r.) zwar, doch sein Anschlusstreffer kommt zu spät. Der Leader muss sich 1:2 geschlagen geben und beim Torschützen kommt im Nachhinein keine Freude auf.
Christof Stache, AFP
Auch Bruun Larsen ist wie seine Teamkollegen entsprechend niedergeschlagen.
Auch Bruun Larsen ist wie seine Teamkollegen entsprechend niedergeschlagen.
Christof Stache, AFP
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Es sind happige Worte, die einige Dortmunder Vertreter nach der 1:2-Niederlage gegen Augsburg brauchen. Beginnen wir darum noch mit den harmloseren. Sportdirektor Michael Zorc sagte am Freitagabend: «Es ist klar, dass wir nicht zufrieden sind.» Und: «Wir haben zu einfache Fehler gemacht bei den Gegentoren. » Dann ging er.

Auch Mittelfeldspieler Thomas Delaney schaffte es trotz einem mittlerweile quasi verspielten 9-Punkte-Vorsprung auf die Bayern, ruhig zu bleiben und sich mit Floskeln à la «Es war nicht gut genug» oder «Wir haben zu oft den Ball verloren» oder «Es waren Kleinigkeiten, die wir schlecht gemacht haben» durch die Mikrofone der Journalisten zu kämpfen.

Bürki und Sammer geben Gas

Man könnte damit nun so weitermachen, auch Trainer Lucien Favre und Captain Marco Reus hielten sich mit Kritik eher zurück. Dann kam Roman Bürki. Er sei nicht sauer, aber enttäuscht. «Ich muss mich enorm zusammenreissen, dass ich auf dem Spielfeld niemandem den Kopf abreisse», sagte er. Mit dem Finger auf andere zeigen wolle er nicht, sagte er auch. Aber: «Wir wissen heute, wer einen Fehler gemacht hat.» Bei Gegentor Nummer 1 war das Dan-Axel Zagadou, bei Nummer 2 Achraf Hakimi.

Hakimi und Zagadou waren dann laut Dortmund-Berater Matthias Sammer auch zwei, die nicht gewusst haben sollen, was da auf sie zukomme. «Hakimi wusste es nicht, Sancho nicht und Zagadou nicht», motzte Sammer. Zudem warf er seinem Team vor, sich schon als deutscher Meister zu fühlen. Er sagte: «Die sind unreif. Die sind einfach unreif.» Sie (die Spieler) seien auch keine Champions.

Dortmunder Krise, Münchner Höhenflug

Noch vor kurzem lagen die Dortmunder ganze neun Punkte vor den Bayern, Fussball-Deutschland freute sich schon auf das Ende der Dominanz der Münchner. Nun ist das Meisterrennen wieder offen, weil Dortmund regelmässig patzt. Da war das 1:2 in Düsseldorf, ein Ausrutscher im Dezember, die erste Niederlage der Saison.

Richtig dick kam es dann im Februar: 1:1 in Frankfurt, das Cup-Aus gegen Bremen im Penaltyschiessen, das 3:3 (nach 3:0-Führung) gegen Hoffenheim, die 0:3-Klatsche in London bei Tottenham in der Champions League, das 0:0 gegen Nürnberg, das man in der Vorrunde noch mit 7:0 nach Hause schickte und jetzt eben diese Niederlage gegen Augsburg.

Und die Bayern? Nur eine Niederlage im Bundesligajahr 2019, sonst Siege, einmal mit weniger als drei erzielten Toren. Immerhin, und es ist ein ganz kleines immerhin für den Tabellenführer aus Dortmund, müssen die Münchner heute Samstag nach Mönchengladbach, zum Drittplatzierten. Der Dortmunder Vorsprung ist also noch nicht ganz weg.

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