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Ballack heizt Zoff mit Löw erneut an

Michael Ballack verteidigt in einem Interview mit dem TV-Sender Premiere seine öffentliche Kritik an Trainer Jogi Löw.

Ein Bild aus harmonischen Tagen: Bundestrainer Jogi Löw mit seinem Kapitän Michael Ballack.
Ein Bild aus harmonischen Tagen: Bundestrainer Jogi Löw mit seinem Kapitän Michael Ballack.
Keystone

Zuerst die scharfe Kritik der Spieler Torsten Frings und Michael Ballack an ihrem Coach. Dann die heftige Empörung des Bundestrainers. Darauf die kleinlauten Entschuldigungen der Spieler. Später Einzelgespräche mit Jogi Löw ohne wirkliche Konsequenzen für die Spieler. Der Fall schien erledigt.

Kaum war in der deutschen Nationalmannschaft wieder Ruhe eingekehrt, meldet sich ihr Captain zu Unzeit wieder zu Wort. In einem TV-Interview für Premiere sagte er: «Manchmal will man eben auch bewusst an die Öffentlichkeit gehen, um ein bisschen wachzurütteln. Es wurde von vielen Seiten kritisiert, dass ich damit an die Öffentlichkeit gegangen bin. Inhaltlich wurde aber sehr wenig kritisiert. Bisweilen muss man halt auch ein paar kritische Töne in der Öffentlichkeit sagen.»

Wer gewinnt den Machtkampf?

Auf die Frage, ob er das Interview gern rückgängig machen würde, antwortet Ballack: «Nein, denn ich habe lediglich in einem vernünftigen Ton meine Meinung gesagt. Ich habe auch niemanden attackiert, das wollte ich ja auch gar nicht.»

Nach diesem Nachtreten ist nicht mehr davon auszugehen, dass Ballack ungeschoren davonkommt. Die ganze Geschichte wird bis zum nächsten Nationalmannschafts-Zusammenzug das Haupthema bleiben. Fussballkenner in Deutschland fragen sich: Warum sucht er einen Machtkampf, den er nur verlieren kann?

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