Barça-Vize: «Neymar will zurückkehren»

Von nun an ist es mehr als ein Gerücht. Barcelonas Vizepräsident bestätigt Kontakte zum Brasilianer.

Waren zwischen 2013 und 2017 Teamkollegen in Barcelona: Neymar und Messi.

Waren zwischen 2013 und 2017 Teamkollegen in Barcelona: Neymar und Messi.

(Bild: Keystone Toni Albir)

In den vergangenen Monaten war allerhand zu lesen. Von regelmässigen Anrufen bei seinem früheren Arbeitgeber. Von Kurznachrichten an seine ehemaligen Sturmpartner Lionel Messi und Luis Suárez. Von Kurznachrichten an PSG-Clubpräsident Nasser al-Khelaïfi. Von einer mündlichen Einigung mit Barcelona. Von massiven Lohneinbussen, die Neymar für eine Rückkehr in Kauf nehmen werde. Gemäss Football Leaks kassiert der 27-Jährige in Paris derzeit 37 Millionen Euro pro Jahr. Künftig sollen es rund 24 sein, analog seiner letzten Saison in Barcelona.

Nun liefert der FC Barcelona Fakten. Also zumindest Anhaltspunkte. In Form von Zitaten von Vizepräsident Jordi Cardoner. «Es ist richtig, dass Neymar zu Barcelona zurückkommen will», sagte Cardoner am Donnerstag. «Es ist aber nicht richtig, dass sich der FC Barcelona mit einer Verpflichtung beschäftigt. Das ist aktuell kein Thema.»

Kein Dementi

Neymar, der zwischen 2013 und 2017 für Barça spielte und sich 2017 nach Paris aufmachte, hat seinem ehemaligen Arbeitgeber nicht nur Freude bereitet: Die stolzen Spanier haben ihm seinen Abgang nicht verziehen, oder wie Cardoner sagte:« Bei seinem Abschied gab es viele Dinge, die mir nicht gefallen haben.»

Nichtsdestotrotz schliesst Barça eine Rückkehr nicht aus. Es werde sich zeigen, ob eine Einigung möglich sein wird, so Cardoner. «Noch kann man nicht sagen, ob das was wird.» Der Transfersommer ist noch lang und Barça befände sich derzeit in einem Prozess von Spielerverkäufen. Zudem stünden die Stars in Barcelona Schlange. Neymar sei einer von vielen, «die für Barcelona spielen wollen», sagte Barças Vize weiter. «Es wundert mich nicht, dass er zurückkommen will.»

«Niemand hat Neymar gezwungen»

Beim französischen Meister hatte Vereinschef Nasser al-Khelaïfi in einem Interview mit dem Fachmagazin «France Football» überraschend erklärt: «Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt. Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein.»

Neymar steht beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt. Nach spanischen Medienberichten wollen die Franzosen für Neymar eine Ablöse von rund 300 Millionen Euro.

red/dpa

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