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Bayern siegt in letzter Minute – Embolo trifft

In der 23. Bundesliga-Runde gelingt Trainer Martin Schmidt kein Befreiungsschlag. Sein VfL Wolfsburg verliert in letzter Minute mit 1:2 gegen Bayern München.

Breel Embolos Tor verhilft Schalke zum 2:1 Sieg gegen Hoffenheim.
Breel Embolos Tor verhilft Schalke zum 2:1 Sieg gegen Hoffenheim.
Keystone

Nach den zuletzt ungenügenden Leistungen und dem Ausscheiden im Cup gegen Schalke war die Luft für den Walliser Trainer in der VW-Stadt dünn geworden. Am Samstag schien nun der Befreiungsschlag zu gelingen. Daniel Didavi brachte Wolfsburg schon in der 8. Minute mit einem Kopfball in Führung.

In der 55. Minute verschuldete der Wolfsburg-Schweizer Renato Steffen mit einem Foul einen Penalty. Arjen Robben scheiterte aber an Torhüter Koen Casteels, der den Ball an den Pfosten lenken konnte. Knapp zehn Minuten später machte Robben seinen Fehler mit einer Traumflanke wieder gut - Sandro Wagner gelang per Kopf das 1:1.

Wolfsburg schien das 13. Saison-Remis über die Runden zu bringen, als der Schiedsrichter ein zweites Mal auf den Penaltypunkt zeigte: Robert Lewandowski liess sich die Chance in der 91. Minute nicht entgehen und erzielte seinen 20. Saisontreffer im 22. Spiel.

Schon vor dem Spiel gegen den Rekordmeister war Schmidt gemäss dem Fachmagazin «Kicker» angezählt. Nun kann der Walliser Trainer für sich immerhin in Anspruch nehmen, dass sein Team den Seriensieger Bayern München (in Wolfsburg war es der zehnte Erfolg in der Meisterschaft in Folge) länger fordern konnte als viele andere Mannschaften.

Die Kritik am Wirken des Schweizers wird dennoch nicht leiser; zu wenig gut ist seine Bilanz in Wolfsburg. In 19 Bundesligaspielen siegte sein Team nur drei Mal. Schmidt hat nicht geschafft, was sein Auftrag gewesen ist als Nachfolger von Andries Jonker: Den VfL aus dem Kampf gegen den Abstieg herauszuhalten. Noch immer ist Wolfsburg auf Platz 14 klassiert und der Vorsprung auf Rang 16 beträgt nur noch einen Punkt.

Hamburg weiter in der Krise

Der Hamburger SV verliert den Liga-Erhalt trotz neuem Trainer mehr und mehr aus dem Blickfeld. Nach dem 1:2 in der 23. Runde der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen trennen den HSV schon sechs Punkte vom Barrage-Platz 16.

Nach vier Spielen unter Bernd Hollerbach lässt sich feststellen: Die schnelle und nötige Wende schaffte der Hamburger SV auch unter seinem früheren Professional nicht. In vier Spielen holte der HSV bloss zwei Punkte - und der Rückstand auf den Barrage-Platz 16 ist von einem auf sechs Zähler angewachsen.

Gegen Bayer Leverkusen, das nach dem Auswärtssieg wieder auf Platz 2 vorgerückt ist, hatte der HSV im Prinzip nie eine Chance auf den ersten Sieg in der Bundesliga seit dem 26. November und nunmehr zehn Spielen. Die Hamburger präsentierten sich so wie eigentlich immer in dieser Saison: hinten mit vielen Fehlern - wie beim ersten und vorentscheidenden Gegentor kurz vor der Pause, als Aussenverteidiger Melo Douglas den Ball im Strafraum an Leverkusens Stürmer Leon Bailey verlor - und vorne ohne Ideen und Qualität. Im gesamten Spiel brachte der HSV nur drei Schüsse auf das gegnerische Tor.

Embolo-Tor bei Schalke-Sieg

Die gute Nachricht aus Schweizer Sicht kam am Samstag aus Gelsenkirchen: Breel Embolo schoss sein zweites Tor seit dem Comeback im letzten Spätsommer und verhalf Schalke zum 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim. Der Stürmer fing an der gegnerischen Strafraumgrenze einen Querpass von Hoffenheims Captain Kevin Vogt ab und traf zur 2:0-Führung ins fast verlassene Tor.

Embolo stand zum zweiten Mal in Folge in der Startformation und überzeugte nicht nur wegen des Treffers. Er arbeitete viel, ging ohne Angst in die Zweikämpfe und war eine der Hauptfiguren bei einer starken Leistung von Schalke. Lob bekam Embolo hinterher von seinem Vorgesetzten: «Breel wird Schritt für Schritt besser und wird Schalke noch viel Freude bereiten», sagte Sportchef Christian Heidel.

Kurztelegramme:

Freiburg - Werder Bremen 1:0 (1:0). - 24'000 Zuschauer. - Tor: 24. Petersen (Foulpenalty) 1:0. - Bemerkungen: Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot). 88. Haberer (Freiburg) schiesst Foulpenalty an den Pfosten.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen 1:2 (0:1). - 45'691 Zuschauer. - Tore: 40. Bailey 0:1. 50. Havertz 0:2. 70. Hahn 1:2. - Bemerkung: Hamburger SV ohne Janjicic (Ersatz).

1. FC Köln - Hannover 1:1 (1:1). - 48'400 Zuschauer. - Tore: 30. Osako 1:0. 37. Füllkrug 1:1. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler.

Wolfsburg - Bayern München 1:2 (1:0). - 30'000 Zuschauer. - Tore: 8. Didavi 1:0. 64. Wagner 1:1. 90. Lewandowski (Foulpenalty) 1:2. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Steffen (bis 83.), ohne Mehmedi (Ersatz). 55. Casteels lenkt Foulpenalty von Robben an den Pfosten.

Schalke - Hoffenheim 2:1 (2:0). - 60'761 Zuschauer. - Tore: 11. Kehrer 1:0. 28. Embolo 2:0. 78. Kramaric 2:1. - Bemerkung: Schalke mit Embolo (bis 82.), Hoffenheim mit Zuber (ab 52.) und Kobel (krank).

(SDA)

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