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Bolt stapelt vor seinem Start tief

Die jamaikanischen Sprinter sind die Stars an der Athletissima. Aber Usain Bolt, Yohan Blake und Shelly-Ann Fraser-Pryce scheinen nicht die gleiche Motivation zu haben.

Am Tag zuvor ist Bolt in Lausanne angekommen.
Am Tag zuvor ist Bolt in Lausanne angekommen.
Keystone
Der Sprint-König wird von Meeting-Boss Jacky Delapierre begrüsst.
Der Sprint-König wird von Meeting-Boss Jacky Delapierre begrüsst.
Keystone
Begehrt: Bolt gibt an der offiziellen Medienkonferenz am Mittwochnachmittag Auskunft.
Begehrt: Bolt gibt an der offiziellen Medienkonferenz am Mittwochnachmittag Auskunft.
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An der Medienkonferenz in Lausanne machte Usain Bolt keinen Hehl daraus, dass für ihn die Saison mehr oder weniger gelaufen ist, schreibt die Agentur Sportinformation. «Ich habe meine Ziele erreicht. Das macht mich glücklich», sagte der Superstar, der am Donnerstagabend über die 200 Meter laufen wird. Er denke nicht mehr an mögliche Weltrekorde und dergleichen. «Ich will dem Publikum eine gute Show bieten und vor allem verletzungsfrei durchkommen», fügte er mit der Sonnenbrille im Nacken hinzu.

Wer Weltrekord-Ankündigungen von der lebenden Legende hören wollte, wurde enttäuscht. Auch wenn die Bahn auf der Pontaise dem Sprint-König liegt, so machte Bolt den Eindruck, als stünde er vor einem Pflichtprogramm. «Ich vermisse meine Heimat», eklärte der dreifache Olympiasieger von London. Er könne es kaum erwarten, in seiner Heimat Jamaika die Koffer auszupacken. Es ist aber durchaus möglich, dass Bolt ganz bewusst vor seinen Starts in Lausanne und in Zürich tief stapelt.

Das Duell ist kein Thema

Bolts Trainingspartner und Landsmann Yokan Blake scheint immer noch top motiviert zu sein. Er wird über die 100 Meter starten – und damit Bolt aus dem Weg gehen. Damit es überhaupt zu einem Duell mit seinem Rivalen Usain kommen könne, müssten mehrere Faktoren gegeben und diverse Parteien einverstanden sein, sagte Blake. «Das bestimmen nicht die Athleten.» Und Bolt meinte zu diesem Thema: «Nächste Saison ist das noch viel interessanter.» Auch in Zürich und Brüssel treten die beiden Sprint-Asse nicht gegeneinander an.

Shelly Ann Fraser-Pryce, die Olympiasiegerin von London und Peking über 100 Meter, wollte ebenfalls nicht lügen. «Um ehrlich zu sein, ist es mental sehr hart, nach London die Motivation wieder aufzubauen.» Es wäre eigentlich an der Zeit, nach Hause zu gehen. Aber sie sei eine Profisportlerin, das erfordere eine andere Planung. Die Saison bestünde nun mal aus mehreren Phasen, dazu würden auch die grossen Meetings in Europa nach den Sommerspielen gehören. «Es ist nie zu spät, um noch etwas zu lernen.» Dies würde ihr auch für die nächste Saison helfen.

si/fal

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