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«Breno ist krank und braucht Hilfe»

Der Anwalt von Bayern-Fussballer Breno sorgt sich um seinen Mandanten. Die Staatsanwaltschaft will dem mutmasslichen Brandstifter dennoch keinen Promi-Bonus gewähren.

Tragische Figur: Bayern-Profi Breno sitzt wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung in Untersuchungshaft.
Tragische Figur: Bayern-Profi Breno sitzt wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung in Untersuchungshaft.
Keystone
Ein Polizeiauto steht vor der abgebrannten Breno-Villa in Grünwald bei München.
Ein Polizeiauto steht vor der abgebrannten Breno-Villa in Grünwald bei München.
Keystone
Dezember 2010: Breno duelliert sich im Champions-League-Match Bayern - Basel mit FCB-Stürmer Marco Streller.
Dezember 2010: Breno duelliert sich im Champions-League-Match Bayern - Basel mit FCB-Stürmer Marco Streller.
Keystone
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Seit Samstag sitzt der Brasilianer Breno in Untersuchungshaft, weil er seine Villa in Grünwald bei München in Brand gesetzt haben soll. Als Täter sieht den Sportler aber kaum einer. Der Mann, der 2008 für 12 Millionen Euro aus São Paulo nach München kam, scheint vielmehr ein Opfer des Profifussball-Systems zu sein. Egal ob er das Haus nun angezündet hat oder nicht.

Brenos Anwalt Werner Leitner plädiert dafür, seinen Mandanten gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuss zu setzen. «Breno geht es nicht gut, er ist sehr betrübt. Wie ich es sehe, ist er krank und braucht Hilfe. Ich habe bereits eine mündliche Haftprüfung beantragt. Die muss innerhalb von zwei Wochen stattfinden», so der Jurist gegenüber «Bild». «Breno ist in einer sehr schwierigen persönlichen Situation. Ich bin zuversichtlich und tue alles, damit er so schnell wie möglich freikommt.»

«Wenn der sich morgen was antut...»

Zurzeit befindet sich Breno auf der Krankenstation des Gefängnisses. In Freiheit entlassen will ihn die Staatsanwaltschaft München I aber nur, wenn er den Tatverdacht oder die Fluchtgefahr entkräften kann. «Breno ist jetzt in der Bringschuld», erklärte Thomas Steinkraus-Koch, der Sprecher der zuständigen Behörde.

Bayern-Präsident Uli Hoeness erzürnt dies zutiefst. «Das haut dem Fass den Boden aus, dass Breno in Stadelheim sitzt. Der Junge geht kaputt. Wenn der sich morgen was antut, dann möchte ich mal wissen, ob das alles verhältnismässig war», so der 59-Jährige gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Seit dem Suizid des Nationaltorhüters Robert Enke im November 2009 ist die deutsche Fussballszene sensibilisiert, wenn es um Spieler mit privaten Problemen geht.

Staatsanwalts-Sprecher Steinkraus-Koch lässt sich davon aber nicht beeindrucken und sagt: «Der FC Bayern mag zwar sein Arbeitgeber sein, ist aber kein Beteiligter eines Strafverfahrens. Wo Herr Breno arbeitet, spielt für uns keine Rolle. Wir machen unsere Arbeit wie bei jedem anderen Verfahren. Hier handelt es sich immerhin um einen Verbrechenstatbestand mit einem Fluchtanreiz.»

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