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Da Costas Provokation kann GC nicht stoppen

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Rolf Fringer verpasst der FCZ gegen den Stadtrivalen GC die Trendwende. Am Engagement mangelte es nicht, wohl aber an Klasse und Selbstvertrauen.

Der Schuss des Tages: Hajrovic bezwingt FCZ-Keeper Da Costa vom Elfmeterpunkt aus.
Der Schuss des Tages: Hajrovic bezwingt FCZ-Keeper Da Costa vom Elfmeterpunkt aus.
Reuters
Freude herrscht: Salatic, Hajrovic und Ben Khalifa feiern den GC-Treffer.
Freude herrscht: Salatic, Hajrovic und Ben Khalifa feiern den GC-Treffer.
Reuters
«Wintermeischter»: Die Fans der Grasshoppers gehen freudig in die Pause.
«Wintermeischter»: Die Fans der Grasshoppers gehen freudig in die Pause.
Keystone
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GC besiegte den FCZ auch im zweiten Derby der Saison mit 1:0. Vor 18'400 Zuschauern markierte Izet Hajrovic für den Wintermeister mit einem Foulpenalty in der 22. Minute das entscheidende Tor. «Mein Penalty war ein wenig glücklich, da der Ball noch aufsprang. FCZ-Goalie Da Costa hatte mich noch provoziert und gesagt, ich würde verschiessen. Ich sagte ihm, er werde den Ball schon aus dem Netz holen müssen, und so kam es dann auch», kommentierte Hajrovic seinen Treffer.

Die Grasshoppers kontrollierten die Partie vor allem in der ersten Hälfte weitgehend problemlos. Immer wieder drängte das Team von Uli Forte den harmlosen Widersacher in dessen Hälfte zurück. Zupass kam den Hoppers, dass FCZ-Verteidiger Djimsiti in der 21. Minute mit einem Griff an die Schulter von Ben Khalifa ziemlich ungeschickt den Elfmeter verschuldete.

In der Schlussphase beschränkte sich GC auf die Verwaltung des minimalen Vorteils. Zürich kam leicht auf, vergab aber die beste Chance zum Ausgleich trotz günstiger Position: Jahovic scheiterte vor Bürki. Mehr hatte der FCZ nach einer turbulenten Woche nicht zu bieten. GC genügte ein mässiger Auftritt, um die Serie von vier Spielen ohne Sieg zu beenden.

Der FCZ nun Vorletzter

Während sich die Krise des FC Zürich ausweitet, feiert Rekordmeister GC die erste Spitzenklassierung nach der Vorrunde seit 2002. Im folgenden Frühling gewannen die Grasshoppers den letzten ihrer 27 Titel. Der FCZ ist nach dem ersten Spiel seit der sofortigen Freistellung von Rolf Fringer auf den vorletzten Platz abgerutscht. Der Verein von Präsident Ancillo Canepa hat neun der letzten 18 Spiele verloren.

«Wir besassen die eine oder andere Grosschance, und ich muss der Mannschaft zugestehen, dass sie alles probiert hat», bilanzierte FCZ-Interimstrainer Urs Meier das verlorene Derby. «Ein Erfolgserlebnis wäre in unserer Situation die beste Medizin. Wer im Keller steckt, hat kein Glück. Das ist der Unterschied zwischen oben und unten.»

Forte lobt seine Abwehr und Keeper Bürki

Uli Forte, der Macher des GC-Erfolgs wollte dem Wintermeistertitel, der dank des YB-Siegs über Sion schon vor Anpfiff festgestanden hatte, keine zu grosse Bedeutung beimessen. «Ich freue mich vor allem über den Sieg. Es war ein Arbeitssieg, bei dem wir in der ersten Halbzeit sehr viel Druck und Tempo gemacht, aber zu wenig rausgeholt haben», gab er zu Protokoll. «Zu null zu spielen, ist eine sehr grosse Qualität. Wir haben hinten eine Bank, unser Goalie Roman Bürki hat zweimal unglaublich gehalten.»

Grasshoppers - FC Zürich 1:0 (1:0)

Letzigrund, 18'400 Zuschauer. - SR Graf. - Tor: 22. Hajrovic (Foulpenalty) 1:0.

Grasshoppers: Bürki; Xhaka, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic, Gashi (65. Toko); Feltscher, Hajrovic (50. Abrashi), Zuber; Ben Khalifa (70. Paiva).

FC Zürich:Da Costa; Philippe Koch, Djimsiti, Teixeira, Raphael Koch; Béda; Glarner (68. Schönbächler), Gavranovic, Chiumiento, Mariani (83. Chermiti); Drmic (52. Jahovic).

Bemerkungen: GC ohne Lang, Coulibaly, Mustafi (alle verletzt), FCZ ohne Benito, Gonçalves, Chikhaoui, Kukeli (alle verletzt). Verwarnungen: 18. Xhaka (Reklamieren), 21. Djimsiti, 24. Ben Khalifa, 55. Pavlovic (alle Foul), 92. Paiva (Reklamieren).

ak/si

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