«Da vertraut uns der Trainer voll und ganz»

Die Flügelzange gibt den Young Boys momentan den nötigen Biss. Und heute Mittag wird der Gegner im Champions-League-Playoff bekannt.

Der eine Zahn der YB-Flügelzange: Miralem Sulejmani.

Der eine Zahn der YB-Flügelzange: Miralem Sulejmani.

(Bild: Raphael Moser)

Bei den Young Boys greift in diesen ersten Saisonwochen ziemlich viel ziemlich gut ineinander. Am präzisesten aber funktioniert derzeit die Flügelzange. Beim Startsieg gegen GC vor zwei Wochen traf Miralem Sulejmani zum wegweisenden 1:0, vor Wochenfrist in Lugano gelang das Gleiche Christian Fassnacht – auf Freistossvorlage Sulejmanis. Und gestern nahmen die beiden Flügelflitzer den Cupsieger FCZ beinahe im Alleingang auseinander.

Die beiden starteten mit vertauschten Rollen, Sulejmani auf rechts, Fassnacht auf links, früh bediente der Serbe den Zürcher, fast schon klappte es. «Wir sind sehr flexibel in unseren Positionen, das ist toll», sagt Sulejmani. «In der Vorbereitung war die Seitenverteilung oft noch starrer, nun vertraut uns da der Trainer voll und ganz», sagt Fassnacht.

Ihre Tore markierten die beiden gestern dann wieder auf ihrer angestammten Seite: Sulejmani auf links, Fassnacht auf rechts, wiederum assistiert durch Sulejmani. Das Zusammenspiel funktioniert hervorragend. «Solange die Ausbeute stimmt, dürfen wir uns auf dem Feld bestimmt weiter so frei bewegen», sagt Fassnacht lächelnd.

Mbabus Präferenz, . . .

Heute Mittag schon erfahren die Young Boys, gegen wen sie in zwei Wochen im Playoff zur Champions League antreten. «Ich habe mir die möglichen Gegner angesehen, aber eingehend beschäftigen werden wir uns erst, wenn wir wissen, gegen wen wir wirklich spielen», sagte Trainer Gerardo Seoane dazu. Mit Sicherheit weiss man das möglicherweise auch heute nach der Auslosung nicht.

Die Hinspiele der dritten Qualifikationsrunde finden erst morgen statt, die Rückspiele in einer Woche. Als Playoff-Teilnehmer fest steht erst der holländische Meister PSV Eindhoven. Die Quotenfavoriten Astana (gegen Dinamo Zagreb), Salzburg (gegen Shkendija), Celtic (gegen AEK Athen) müssen sich erst noch durchsetzen.

Wie in diesen heissen Tagen üblich werden die Young Boys heute früh trainieren und die Ziehung um 12 Uhr womöglich noch zusammen schauen. «Ich habe mir die Gegner schon angesehen», gibt Kevin Mbabu zu, «aber wirklich damit aufgehalten habe ich mich nicht.» Der Genfer würde gerne gegen Celtic Glasgow spielen.

Aus seiner viermonatigen Leihzeit bei den Glasgow Rangers weiss er um die Stimmung bei den beiden grossen ­Rivalen Schottlands. «Ich kenne aber nur das Ibrox-Stadion der Rangers, im Celtic Park war ich noch nicht.»

. . . Mbabus Zukunft

Nicht nur deswegen könnte es ein Sommer der Premieren werden bei YB. So kurz war der Weg zur Gruppenphase der Champions League nie. Und womöglich kann Sportchef Christoph Spycher die Leistungsträger zumindest bis zum Playoff in zwei Wochen halten – trotz überragender Leistungen wie im Moment im Falle von Mbabu.

Das Transferfenster zur Premier League schliesst am Donnerstag, erste Interessenten fielen somit weg. In der Pause gestern wurde Kasim Nuhu offiziell nach Hoffenheim verabschiedet. Wer weiss: Plötzlich bleibt sein Abgang sogar der einzige, den YB in diesem Sommer verkraften muss.

Berner Zeitung

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