Da wird selbst Roman Bürki zum staunenden Fan

«Ich bekam fast Angst»: Der Schweizer Goalie traf Star-Quarterback Cam Newton. Dabei scheiterte Bürki nur knapp an einem NFL-Rekord.

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David Wiederkehr@DavidWiederkehr

Er ist Showman und Stimmungskanone. Ein Grossmaul auch. Aber auf dem Platz nur schwer zu stoppen. Seine Postur ist beeindruckend und sein Wurfarm gewaltig. Er ist gefeiert von den eigenen Fans und verhasst beim Gegner. Cam Newton ist «der Chef auf dem Platz. Seine Aura und Ausstrahlung ist unfassbar.» So sagt es einer, der den Star-Quarterback der Carolina Panthers aus nächster Nähe erleben durfte.

Roman Bürki ist eigentlich selbst ein gefeierter Sportler. Doch diesmal wurde der Schweizer Torhüter von Borussia Dortmund selbst zum Fan: Auf Einladung des NFL-Teams flog er während seiner USA-Ferien nach Charlotte, um bei einem Training der Panthers dabei zu sein. Die Initiative für den Besuch ging von Bürki aus, das Team nutzte es als Gelegenheit, ihre Social-Media-Aktivitäten im deutschsprachigen Raum zu bewerben.

Doch als dann während des Trainings plötzlich der 30-jährige Star-Quarterback vor ihm stand und seine Pranke zum Gruss reichte, brachte der Berner zunächst kaum ein Wort heraus. «Ich bekam fast Angst», sagte der 28-jährige Berner beeindruckt. Newton bewundere er seit Längerem «für seine Kraft, seinen Spielstil und Style», wie er erklärt. Nach dem Training tauschten Bürki und Newton unterschriebene Trikots. Der Schweizer erhielt ein Leibchen der Panthers mit seinem Namen und der (gemeinsamen) Rückennummer 1. Und eine Einladung für das Spiel der Panthers Mitte Oktober in London.

Bürki war bislang – abgesehen von seinem Faible für Newton – kein ausgesprochener Football-Fan. Das hat sich nun geändert. Zumal ihn die Sportart aus technischer Sicht sehr wohl interessiert: Ab Sonntag wird er in Des Moines (Iowa) einen Lehrgang in Sachen Kicking und Punting absolvieren. Die Panthers-Kicker Graham Gano und Michael Palardy brachten ihm in einem Sondertraining erste Kniffe bei – worauf Bürki einige Fieldgoals verwertete und erst am NFL-Rekord von 63 Yards knapp scheiterte. Gano, Inhaber dieses Rekords, staunte: «Er ist ein Naturtalent.»

DerBund.ch/Newsnet

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