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Darum lief Thun-Trainer Schneider barfuss aufs Stockhorn

Thun-Trainer Marc Schneider hat eine Wette eingelöst. Er empfand es als weniger schlimm als erwartet.

Nach dem Cupfinal-Einzug des FC Thun hat dessen Trainer Marc Schneider seinen Wetteinsatz eingelöst. <i>Video: Martin Bürki</i>

Oben auf dem Stockhorn geht der Blick nach unten zu Marc Schneiders Füssen. Barfuss ist Thuns Trainer von der auf 1776 Metern gelegenen Oberstockenalp in rund einer Stunde auf den 2100 Meter hohen Gipfel gelaufen. «Meinen Füssen geht es gut», sagt Schneider und zeigt als Beweis seine Fusssohlen. «Ich dachte, es wird schlimmer.»

Die Wette kommt Schneider also nicht teuer zu stehen. Vor dem Cuphalbfinal in Luzern schlug der Berner Kult-Radioreporter Albi Saner dem Coach vor, im Falle eines Finaleinzugs gemeinsam unten ohne aufs Stockhorn zu laufen. So wie das Saners Vater 1955 mit dem damaligen Thun-Trainer Hans Luder getan hatte, als der FC Thun erstmals im Cupfinal gestanden hatte. Kurzerhand sagte Schneider zu.

50 Leute mit dabei

Eigentlich hätte die Aktion schon vor dem Endspiel gegen den FC Basel Mitte Mai stattfinden sollen. Doch weil damals auf dem Stockhorn Schnee lag, wurde die Wette am Sonntagnachmittag eingelöst. Mit dabei waren neben zwei Söhnen Luders auch Schneiders Familie, Freunde und Fans – insgesamt rund 50 Leute, von denen sich etliche mit dem Trainer solidarisierten und barfuss liefen.

Thuns Trainer Marc Schneider (l.) löste am Sonntagnachmittag seine Wette mit Radio BERN1 ein und wanderte gemeinsam mit Reporter Albi Saner auf das Stockhorn.
Thuns Trainer Marc Schneider (l.) löste am Sonntagnachmittag seine Wette mit Radio BERN1 ein und wanderte gemeinsam mit Reporter Albi Saner auf das Stockhorn.
Urs Lindt/freshfocus
Aber nicht einfach so, sondern barfuss. Für den 38-Jährigen hiess es: Schuhe weg.
Aber nicht einfach so, sondern barfuss. Für den 38-Jährigen hiess es: Schuhe weg.
Markus Grunder
Thun-Spieler Stefan Glarner (r.) lief mit seinem Trainer mit und nahm seinen Bruder, Schwingerkönig Mattias Glarner (M.) auch gleicht mit.
Thun-Spieler Stefan Glarner (r.) lief mit seinem Trainer mit und nahm seinen Bruder, Schwingerkönig Mattias Glarner (M.) auch gleicht mit.
Markus Grunder
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Mit Stefan Glarner wurde der Trainer auch von einem Thuner Spieler begleitet, dieser kehrte allerdings bei der Oberstockenalp gemeinsam mit seinem Bruder, Schwingerkönig Matthias Glarner, um. Seiner entzündeten Achillessehne würde der Aufstieg nicht gut tun.

Am Montag reisen die Thuner ins achttägige Trainingslager nach Schönried. «Da werden dann vor allem die Spieler gefordert sein», sagt Schneider. Er hofft, dass der Marsch aufs Stockhorn der Start einer Saison ist, in der sein Team wieder einige Gipfel erklimmen werde, wie er sagt. Schneider hat den Anfang gemacht.

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