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Darum werden wir Mourinho vermissen

«Junge Spieler sind ein bisschen wie Melonen»: Ex-Chelsea-Trainer José Mourinho hat uns famos unterhalten. Die besten und markigsten Sprüche des Portugiesen.

Es hat am Schluss nicht mehr gut ausgesehen. Mourinho muss gehen. Die Resultate kosten ihn den Trainerposten.
Es hat am Schluss nicht mehr gut ausgesehen. Mourinho muss gehen. Die Resultate kosten ihn den Trainerposten.
Keystone

«Der Hund ist wieder in Portugal. Jetzt brauchen Sie keine Angst mehr zu haben. London ist wieder sicher.»

Das würde an sich wunderbar passen. Doch der Hund ist nicht Mourinho selbst. Es ist der Yorkshire Terrier der Mourinho-Familie, der zur Hauptfigur eines britischen «Outbreak»-Remakes wurde. Weil der Chelsea-Coach vergessen hatte, den Hund ordnungsgemäss anzumelden, ermittelten die Behörden wegen eines Verstosses gegen die Tollwut- und Quarantänebestimmungen. Sie baten Mourinho gar zum Verhör auf die Polizeiwache.

«Wenn ich hier in den nächsten Monaten gefeuert werde, bin ich Millionär und übernehme eben in ein paar Monaten einen anderen Club.»

Dies sagte Mourinho zu seinem bevorstehenden Rausschmiss bei Chelsea London bei seinem ersten Engagement; er sollte 30 Millionen Pfund von Clubeigner Abramowitsch überwiesen bekommen. Das wird diesmal nicht anders sein.

«Ich habe nicht gesagt, dass ich der Beste bin. Ich kenne nur keinen Besseren.»

Gesundes Selbstvertrauen. Hat offenbar nicht geholfen.

«Wir haben Top-Spieler und, entschuldigen Sie, wenn ich arrogant bin, wir haben einen Top-Trainer.»

Das auch nicht.

«Wir sind momentan die Nummer eins, aber nicht weil der Club so viel Geld hat. Wir sind momentan im Wettbewerb um so viele Pokale wegen meiner guten Arbeit.»

Und dies auch nicht.

«Druck? Was für ein Druck? Druck ist, wenn arme Menschen sich dumm und dämlich arbeiten, um ihre Familie ernähren zu können. Im Fussball gibt es keinen Druck.»

Kann, darf man so sehen.

«Junge Spieler sind ein bisschen wie Melonen. Nur wenn du sie öffnest und probierst, bist du dir 100 Prozent sicher, ob die Melone gut ist. Manchmal hat man wunderschöne Melonen, aber sie schmecken nicht sehr gut, und andere Melonen sind ein bisschen hässlich, aber wenn man sie öffnet, schmecken sie fantastisch.»

Mourinho über Fussballspieler.

«Er spielt, weil ich keinen anderen habe. Wenn man keinen Hund zum Jagen hat, muss man eine Katze mitnehmen.»

Mourinho über Fussballspieler vol. 2: Diesmal über Karim Benzema zu seinen Real-Madrid-Zeiten.

«Pavel Nedved, Paul Scholes und Luis Figo kommen alle aus dem internationalen Fussball. Mit den Tschechen, Engländern und Portugiesen gibt es keine Probleme, aber mit Frankreich? Sie haben keine Freiheit. Das ist unglaublich. Makelele ist kein Fussballer, er ist ein Sklave. Er hat keine menschlichen Rechte, keine Wahl oder Freiheit. Aber die Regeln sind da, was sollen wir also tun?»

Mourinho über Fussballspieler vol. 3: Diesmal dran: Herr Makelele.

«Die Umstände sind schwierig mit den neuen Fussballregeln, nach denen wir spielen müssen. Es ist nicht möglich, ein Elfmeterschiessen gegen Manchester United zu bekommen, und es ist auch nicht möglich, Elfmeter zugunsten von Chelsea zu bekommen. Das ist keine Verschwörung, das ist Fakt. Ich spreche die Fakten aus, wenn nicht, dann brauche ich eine grosse Brille.»

Eine andere Liebschaft: Mourinho und die Schiedsrichter

«F….. referees»

Mourinho und die Schiedsrichter vol.2: Für diesen nicht so netten Ausdruck wurde der Portugiese gesperrt.

«Würde sie besser auf die Ernährung ihres Mannes achten, hätte sie weniger Zeit, über mich zu reden.»

Und fast schon seine Lieblingsdisziplin. Mourinho über Trainerkollegen vol.1: Es geht hier um Rafa Benitez, den etwas grobschlächtigen Spanier. Mourinho antwortete schlagfertig auf den Kommentar von Benitez' Frau, die sich bei Amtantritt ihres Gatten in Madrid etwas aus dem Fenster lehnte: «Das ist nun schon das dritte Mal, dass Rafa der Nachfolger von Mourinho ist. Und wir arrangieren uns immer mit dem Unfug, den unser Freund hinterlassen hat.»

«Er ist ein Voyeur. Er redet von nichts anderem, immer nur Chelsea, Chelsea, Chelsea, Chelsea. Ich weiss nicht, ob er meinen Job will, aber er liebt Chelsea.»

Mourinho über Trainerkollegen vol.2: Diesmal über seinen Erzfeind Arsène Wenger.

Und zum Schluss: Mourinho von seiner sensiblen Seite.

«Es ist nicht einfach für zehn- oder zwölfjährige Kids, mit einem Chelsea-Shirt in die Schule zu gehen, wenn Chelsea seine Spiele verliert.»

Nun wird für die Kids alles besser.

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