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Das sind die Schweizer Europacup-Gegner

Während der FC Basel und der FC Zürich machbare Widersacher zugelost bekamen, trifft YB auf einen Hochkaräter.

Die AS Monaco eliminierte in der vergangene Champions-League-Saison Arsenal London.
Die AS Monaco eliminierte in der vergangene Champions-League-Saison Arsenal London.
Keystone

Aufgrund der Setzliste war es zu erahnen: Dem FC Basel wurden mit Lech Poznan oder Sarajevo zwei durchaus schlagbare Gegner vor die Brust gesetzt, während die Young Boys auf Monaco treffen. Eine Etage tiefer bekommt es der FCZ entweder mit Varna oder Dinamo Minsk zu tun. Doch wer sind die Gegner und wie stehen die Chancen der Schweizer Teams, sich für die Playoffs und somit die letzte Runde vor der Gruppenphase zu qualifizieren?

AS Monaco

Die Kicker aus dem Fürstentum erreichten vergangene Saison den Viertelfinal der Champions League. Dort scheiterten sie nur knapp (1:0) am späteren Finalisten Juventus Turin. Im Achtelfinal hatten die Monegassen die favorisierten Engländer von Arsenal eliminiert. In der abgelaufenen Saison der französischen Ligue 1 belegte die AS Monaco den 3. Schlussrang.

Mit sieben Meistertiteln in der Ligue 1 und fünf Pokalerfolgen gehört Monaco zu den erfolgreichsten Vereinen der französischen Liga. Auf europäischer Ebene erreichte die ASM zweimal ein Finalspiel. 1992 scheiterten sie im Final im Europapokal der Pokalsieger an Werder Bremen. Und 2004 verlor Monaco den Final der Champions League gegen den FC Porto.

Nach dem Abstieg 2011 in die Ligue 2 übernahm der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew den Club und wurde dessen Präsident. 2013 erreichte der Verein schliesslich Platz eins der Ligue 2 und damit den Wiederaufstieg. Dank der Geldspritze aus Russland sorgte der Club 2013 für viel Aufsehen, als die Talente João Moutinho, James Rodríguez (beide vom FC Porto) und Radamel Falcao von Atlético Madrid verpflichtet wurden. Von den genannten drei spielt heute nur noch Moutinho bei Monaco. Das schmälert das Potenzial der Mannschaft, bei der auch der italienische Nationalspieler Stephan El Shaarawy oder das portugiesische Urgestein Ricardo Carvalho spielen, jedoch überhaupt nicht.

Gemäss der Website Transfermarkt.ch ist der Marktwert der AS Monaco rund 100 Millionen Euro höher (138 Millionen insgesamt) angesiedelt als derjenige der Young Boys. Heimspielort der Monegassen ist das Stade Louis II, ein reines Sitzplatzstadion mit 18'520 Plätzen. Die Hinspiele finden am 28./29. Juli, die Rückspiele am 4./5. August statt. Sollten sich die Berner gegen Monaco durchsetzen, könnten sie in den Champions-League-Playoffs auf einen Hochkaräter wie Leverkusen, Valencia oder Manchester United treffen. Verliert YB jedoch, so müssen sie in die Europa-League-Playoffs. (mib)Chance aufs Weiterkommen: 30 Prozent.

FK Sarajevo

Es sei vorweggenommen: Die Chance, dass Basel auf Sarajevo trifft, ist verschwindend klein. Der bosnische Meister verlor sein Hinspiel in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Lech Poznan zu Hause mit 0:2 und braucht in Polen nun ein mittleres Fussballwunder. Dabei ruhen die Hoffnungen wohl auf den mazedonischen Nationalspieler Krste Velkoski, in der abgelaufenen Spielzeit mit 14 Toren bester Torschütze von Sarajevo. Chance aufs Weiterkommen: 90 Prozent.

Lech Poznan

Somit werden wohl die Polen auf den FC Basel treffen. Dabei könnte der Schweizer Meister auf einen verlorenen Sohn treffen, denn im Kader von Poznan figuriert seit 2014 auch der ehemalige FCB-Junior Darko Jevtic – im Januar wurde der 22-jährige zentrale Mittelfeldspieler nach halbjähriger Leihe definitiv zum polnischen Meister transferiert. Gegen Sarajevo wurde der ehemalige Schweizer U-21-Nationalspieler zwar nur eingewechselt, in der abgelaufenen Spielzeit absolvierte er jedoch 29 Partien.

Sonst sucht man die ganz bekannten Namen im Kader vergeblich, das Portal Transfermarkt.de schätzt den 20-jährigen polnischen Nationalspieler Karol Linetty mit einem Marktwert von 3 Millionen Euro als teuersten Spieler bei Poznan. Aufgrund einer muskulären Verletzung wird er wohl jedoch mindestens das Hinspiel gegen Basel verpassen – sollte es dazu kommen. Ein interessanter Mann ist Neuzugang Denis Thomalla, der letzte Saison von RB Leipzig nach Österreich an Ried ausgeliehen war. In seinem ersten Pflichtspiel für Poznan markierte er gleich das wohl vorentscheidende 2:0 gegen Sarajevo.

Ob gegen in der CL-Qualifikation das schmucke Inea-Stadion mit seinen 42'837 Plätzen ausverkauft sein wird, ist höchst fraglich. In der Vorsaison besuchten im Schnitt knapp 19'000 Zuschauer die Heimspiele des siebenfachen polnischen Meisters. Chance aufs Weiterkommen: 75 Prozent.

Cherno More Varna

Wer in der Europa-League-Qualifikation auf den FCZ trifft, ist noch völlig offen. Nach dem 1:1 im Hinspiel in Bulgarien ist Varna leichter Aussenseiter. Mit einem geschätzten Marktwert von knapp 6 Millionen Euro war der bulgarische Pokalsieger das jedoch auch bereits vor Beginn der zweiten Qualifikationsrunde gegen Dinamo Minsk. Die Resultate in der heimischen Liga untermauern diesen Eindruck, der Achtplatzierte von vergangener Saison war in den letzten sechs Jahren nie besser als im 6. Rang klassiert. Chance aufs Weiterkommen: 80 Prozent.

Dinamo Minsk

Einen nicht unwesentlichen Vorteil hat Dinamo Minsk: Die Wyschejschaja Liha, Weissrusslands höchste Spielklasse, ist bereits 14 Spieltage alt, Dinamo ist also voll im Wettkampfmodus, während die Super League an diesem Wochenende startet. Der sechsfache Meister belegt aktuell hinter Serienchampion Bate Borissow mit acht Punkten Rückstand immerhin den zweiten Rang. Auch sonst gilt Dinamo als zweikampfstarke, unangenehme Mannschaft. Mit den Ansprüchen eines FC Zürich muss aber auch dieser Gegner als machbare Aufgabe betrachtet werden. Chance aufs Weiterkommen: 70 Prozent.

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