Der FC Thun nach bewährtem Rezept

Die Oberländer haben den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die Verantwortlichen erwarten eine ruhige Transferperiode.

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Simon Scheidegger@@theSimon_S

Januar ist Reisezeit. Zumindest für neun der zehn Super-League-Clubs, die sich in den nächsten Wochen entweder in der Türkei oder in Spanien auf die Rückrunde vorbereiten werden. Der FC Thun bleibt wie bereits in den beiden letzten Jahren zu Hause. «Das hat sich bewährt», sagt Trainer Marc Schneider und lobt die guten Bedingungen, die sie in der Stockhorn-Arena dank des Kunstrasens auch bei winterlichen Temperaturen vorfänden.

War der Verzicht auf ein Trainingslager im Ausland 2017 als Folge finanzieller Schwierigkeiten aus der Not geboren, geschieht er mittlerweile aus Überzeugung. Jedenfalls sagt Sportchef Andres Gerber, dass es momentan kein Thema sei, die Vorbereitung wieder ins Ausland zu verlegen. Neben finanziellen Überlegungen, die in diese Entscheidung fliessen, erwähnt Gerber vorab sportliche: «Wir haben seither immer eine gute Rückrunde gespielt.»

Gerbers Mahnfinger

Beim Trainingsauftakt am Donnerstag standen Schneider fast alle Spieler zur Verfügung. Nicola Sutter fehlte, weil er momentan in Magglingen Militärdienst leistet, Timo Righetti und Captain Dennis Hediger verzichteten angeschlagen auf die Trainingseinheit, Moreno Costanzo sollte nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen März nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen können, wenn er einen Belastungstest besteht. Es ist ein lockerer Aufgalopp. Intensive Konditionsübungen fehlen, es geht darum, sich langsam wieder der Belastung anzunähern.

Doch die relativ gemächliche Intensität soll nicht falsche Eindrücke vermitteln. «Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus», sagt Schneider. «Es gibt auch keinen Grund dazu.» Nach der erfolgreichen Vorrunde mit 28 Punkten und Rang 3 wollen die Thuner weitermachen wie vor der Weihnachtspause, das Polster von 15 Punkten auf den Abstiegsplatz (letzte Saison zum gleichen Zeitpunkt 4 Punkte) soll nicht dazu führen, dass sich die Thuner in Sicherheit wiegen. Gerber hebt den Mahnfinger: «Es kann schnell gehen. Wir dürfen das nicht unterschätzen.»

Bis zum 26. Januar absolvieren die Thuner insgesamt fünf Trainingsspiele. Schneider will diese nicht nur dazu nutzen, taktische Dinge auszuprobieren, sondern vor allem auch dazu, allen Spielern Einsatzmöglichkeiten zu geben. Am 14. Januar reisen sie zudem für drei Tage nach Grindelwald, wo Teambuilding im Fokus stehen wird – als Abwechslung und um als Mannschaft etwas zu erleben, wie Gerber sagt.

Über Abwechslung kann sich ein Sportchef normalerweise nicht beschweren, denn Januar ist auch Transferzeit. In dieser Periode erwartet Gerber jedoch nicht, dass es beim FCT zu grossen Veränderungen kommen wird. Auch für die umworbenen Dejan Sorgic und Marvin Spielmann seien keine konkreten Angebote eingegangen. Das Transferfenster ist noch gut anderthalb Monate geöffnet.

Berner Zeitung

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