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Der FC Wyler ist in der Findungsphase

Nach vier Spiel­tagen liegt der Aufsteiger Wyler punktelos am Tabellenende der regionalen 2. Liga. Ob des missglückten Saisonstarts lässt man sich beim Quartierklub indes nicht beunruhigen.

Leidenschaftlicher Coach: «Ich arbeite unglaublich gern mit diesen Jungs zusammen», sagt Johan Berisha (links).
Leidenschaftlicher Coach: «Ich arbeite unglaublich gern mit diesen Jungs zusammen», sagt Johan Berisha (links).
Iris Andermatt

Vier Spiele, null Punkte. Und am Samstag eine Niederlage im Quartierderby gegen die zweite Mannschaft des FC Breitenrain (1:2). Den Start in die erste Zweitligasaison seit siebzehn Jahren hätten sich die Verantwortlichen des FC Wyler gewiss anders vorgestellt.

Wobei: So richtig überrascht ist beim FCW niemand, dass er im Moment punktelos das Tabellenende ziert. «Damit mussten wir rechnen», sagt Trainer Johan Berisha. Nicht weil er an der Ligatauglichkeit seiner Spieler zweifeln würde, sondern weil die Vorbereitung auf die neue Saison alles andere als optimal verlaufen ist. Viele Spieler waren über eine längere Zeit abwesend, sodass Berisha phasenweise nur mit etwa acht Akteuren trainieren konnte. Entsprechend befinden sie sich sowohl spielerisch als auch physisch noch nicht da, wo Berisha sie gern hätte.

Freilich bleiben diese Defizite auf dem Feld nicht ohne Folgen. Zu wenig schnell und zu wenig clever seien sie oftmals gewesen, sagt Berisha und erwähnt die drei Elfmetertore, die seine Mannschaft bereits hinnehmen musste. Dasjenige gegen Spiez (0:1) vor zwei Wochen sollte gar entscheidend sein. «Es hängt alles zusammen», sagt der ehemalige YB-Stürmer, der seit dieser Saison nicht mehr als Spielertrainer amtet, sondern sich voll auf seine Aufgaben an der Seitenlinie fokussiert. «Wir zahlen im Moment viel Lehrgeld.»

Zeit und Realismus

Ein Blick auf die Aufstellung verdeutlicht, dass sich der FC Wyler momentan noch in einer Findungsphase befindet. Von den Spielern, welche vor drei Monaten die Aufstiegsspiele gegen Bosporus (1:2, 1:0) bestritten, stehen aktuell nur drei im Einsatz. Sperrungen, Verletzungen und Rücktritte haben das Team erheblich verändert. «Es braucht Zeit, bis wir eingespielt sind», sagt der 37-Jährige. Und diese Zeit will man Staff und Mannschaft auch gewähren.

«Bei uns verfällt keiner in Panik», sagt Armin Schneider. Schliesslich hätten sie mit Köniz und Breitenrain bereits gegen die stärksten Teams der Gruppe antreten müssen. Und es brauche nicht nur Zeit, bis die Mannschaft eingespielt sei, sondern auch, bis sie sich an das höhere Niveau gewöhnt habe. «Da müssen wir realistisch sein.» Der Präsident ist überzeugt, dass der FC Wyler die gesteckten Ziele erreichen wird. Die Vereinsführung visiert einen Platz im Mittelfeld an. Der Verein soll sich in der Liga etablieren. «Wir müssen einfach ruhig bleiben und weiterarbeiten.»

Nach und nach kehren einige Spieler zurück, und mit jedem absolvierten Training und Spiel erhöht sich die Eingespieltheit. «Ich arbeite unglaublich gern mit diesen Jungs zusammen», sagt Berisha. Und Schneider rechnet damit, dass die Lage bereits Ende Monat deutlich besser aussehen werde.

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