Zum Hauptinhalt springen

Der Kommissar im Abstiegskampf

Am Morgen Training, nachmittags Dienst auf der Wache: Für den Hamburger Profi Fabian Boll ist das seit Jahren Alltag.

Kraftvoll im Zweikampf: St. Paulis Fabian Boll sieht sich vor allem als Polizist.
Kraftvoll im Zweikampf: St. Paulis Fabian Boll sieht sich vor allem als Polizist.
Reuters

Der 31-jährige Mittelfeldspieler des FC St. Pauli arbeitet als einziger Fussballer der 1. Bundesliga in Deutschland nebenbei. «Mein Hauptberuf ist Polizist», sagt der 1,93-Meter-Hüne. Zwanzig Stunden pro Woche jagt er Verbrecher, er ist zuständig für die Tatbestände Betrug, Körperverletzung, Brandstiftung und Diebstahl. Vor einem Jahr, kurz vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga, wurde er zum Oberkommissar befördert. 1300 Euro verdient er monatlich, für seinen «Nebenberuf» als Profi erhält er brutto rund das Zehnfache. «Als Polizist bin ich Beamter auf Lebzeit», sagt er, «mir kann kaum gekündigt werden.» Beim FC St. Pauli hingegen bekommt er jeweils nur Einjahresverträge.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.