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Der Platzverweis von Mutsch als Basis für Sions Erfolg

Der FC St. Gallen erlitt gegen den FC Sion mit 0:3 die erste Heimniederlage in dieser Saison. Die Ostschweizer verpassten es, an die Tabellenspitze vorzustossen.

Die Vorentscheidung: Ref Stephan Studer schickt St. Gallens Mario Mutsch (verdeckt) in die Kabine.
Die Vorentscheidung: Ref Stephan Studer schickt St. Gallens Mario Mutsch (verdeckt) in die Kabine.
Keystone

Pierre-André Schürmann, der neue Trainer des FC Sion, feierte damit einen geglückten Einstand. Das vorentscheidende Tor glückte Arnauld Bühler in der 38. Minute, als Mario Mutsch zuvor die rote Karte gesehen hatte. Didier Crettenand (83.) und Sébastien Wüthrich (92.) sicherten den Awaysieg der Gäste mit herausgespielten Treffern in der Schlussphase gegen zehn St. Galler.

Die unterhaltsame Partie wurde in der 37. Minute lanciert und vorentschieden. Der starke Serey Die entwischte mit einem Konter der aufgerückten St. Galler Abwehr und konnte von Mario Mutsch vor der Strafraumgrenze nur mit einem Foul gestoppt werden. Da der Luxemburger der letzte St. Galler Feldspieler war, wurde sein Einsteigen als Notbremse gewertet. Die konsequente Folge: Platzverweis. Und in der darauffolgenden Szene passierte das 0:1: Michael Dingstags Freistoss liess St. Gallens Torhüter Daniel Lopar abprallen, Arnauld Bühler erbte.

Vanins Parade

Die Walliser verwalteten diesen Vorsprung geschickt, überzeugten durch eine stabile Abwehr und gekonnte Ballverlagerungen. Im Anschluss an den siebten Corner drückte Didier Crettenand in der 83. Minute aus 18 Metern ab und traf zum 0:2. Sébastien Wüthrich gelang die endgültige Siegsicherung mit einem sehenswerten Abschluss ins lange Eck. Sion revanchierte sich damit eindrücklich für die 0:3-Heimniederlage gegen den gleichen Gegner, die im Anschluss zur ersten saisonalen Trainer-Rochade führte. Allerdings: Es brauchte noch einmal einen wachen Reflex von Goalie Andris Vanins gegen einen Schuss von St. Gallens Franck Etoundi kurz nach der Pause. Danach liessen die Gäste dem dezimierten Gegner keine Chancen mehr zu.

Der Einstand von Pierre-André Schürmann als dritter Sion-Trainer dieser Saison ist damit gelungen. «Schü-Schü» stellte nicht viel um, vertraute auf Bewährtes und hat in seinen Reihen einige, für Schweizer Verhältnisse ausgezeichnete Fussballer wie Torhüter Vanins, die Innenverteidiger Vilmos Vanczak und Dingsdag, Serey Die und den schnellen Brasilianer Léo in seinen Reihen.

Saibenes Gelassenheit nach der Enttäuschung

Nach der Partie zeigte sich Jeff Saibene nicht allzu sehr enttäuscht. Den Platzverweis gegen Mutsch bezeichnete St. Gallens Trainer als korrekte Entscheidung des Schiedsrichters. «Es ist für uns heute unglücklich gelaufen. So ist eben Fussball. Aber wir haben gekämpft, das Publikum hat dies auch goutiert.» Es sei schade gewesen, dass Lopar den Freistoss von Dingsdag nicht habe halten können. «Das ist ganz klar sein Fehler gewesen. Aber er hat uns oft vor Gegentreffern bewahrt», erklärte der gelassen wirkende Saibene im Schweizer Fernsehen. Saibene meinte aber auch, dass ohne den Platzverweis die Partie wohl einen anderen Ausgang genommen hätte.

St. Gallen - Sion 0:3 (0:1) AFG-Arena. - 15'241 Zuschauer. - SR Studer. - Tore: 38. Bühler (Freistoss Dingsdag) 0:1. 83. Crettenand 0:2. 91. Wüthrich (Crettenand) 0:3. St. Gallen: Lopar; Mutsch, Montandon, Besle, Pa Modou; Nater, Janjatovic (73. Tadic); Mathys, Scarione, Nushi (68. Sutter); Etoundi (73. Abegglen). Sion: Vanins; Sauthier, Vanczak, Dingsdag, Bühler; Gattuso (58. Wüthrich), Serey Die; Basha, Crettenand; Léo (92. Yoda), Lafferty (73. Marques). Bemerkungen: St. Gallen ohne Cavusevic, Lehmann (beide verletzt) und Regazzoni (nicht im Aufgebot), Sion ohne Margairaz (gesperrt), Mrdja und Manset (beide verletzt). 37. Rote Karte gegen Mutsch (Notbremse). Verwarnungen: 22. Lafferty (Foul). 56. Gattuso und Nater (beide Reklamieren).

(si)

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