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Der umstrittene Penalty und Saibenes Frust

Der FC Basel schliesst vor der Winterpause zum FC St. Gallen auf. Der Meister besiegt den Aufsteiger dank eines umstrittenen Foulpenaltys mit 1:0 und ist neu Zweiter.

Die entscheidende Szene im Spitzenkampf in Basel: Ref Sascha Kever zeigt auf den Penaltypunkt. Marco Streller ist zuvor nach einer leichten Berührung von St. Gallens Stéphane Besle im Strafraum umgefallen.
Die entscheidende Szene im Spitzenkampf in Basel: Ref Sascha Kever zeigt auf den Penaltypunkt. Marco Streller ist zuvor nach einer leichten Berührung von St. Gallens Stéphane Besle im Strafraum umgefallen.
Keystone
Streller nimmt die Einladung an jund übernimmt die Verantwortung gleich selbst. Er lässt Keeper Daniel Lopar keine Chance. Es ist das...
Streller nimmt die Einladung an jund übernimmt die Verantwortung gleich selbst. Er lässt Keeper Daniel Lopar keine Chance. Es ist das...
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Jeff Saibene verlässt enttäuscht den Rasen des St. Jakob-Parks. Er nervt sich – nicht ganz zu unrecht – über den mehr als diskutablen Penaltypfiff. Dennoch: Der luxemburgische Trainer des Neulings kann mit der Vorrunde mehr als zufrieden sein. Der FCSG hat positiv überrascht und die Liga bereichert.
Jeff Saibene verlässt enttäuscht den Rasen des St. Jakob-Parks. Er nervt sich – nicht ganz zu unrecht – über den mehr als diskutablen Penaltypfiff. Dennoch: Der luxemburgische Trainer des Neulings kann mit der Vorrunde mehr als zufrieden sein. Der FCSG hat positiv überrascht und die Liga bereichert.
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Marco Streller verwandelte den Elfmeter, den er selber herausgeholt hatte, in der 67. Miniute eiskalt und erzielte seinen zehnten Meisterschaftstreffer. Der Captain war im Strafraum nach einem leichten Körperkontakt mit Stéphane Besle zu Boden gegangen, der Pfiff von Schiedsrichter Sascha Kever war für die Ostschweizer sehr hart, um es moderat auszudrücken. St. Gallen hatte später durch Franck Etoundi und Joker Nico Abegglen noch zwei Chancen, schaffte aber den Ausgleich nicht mehr. Fabian Frei verpasste bei einem Konter die endgültige Entscheidung (86.).

Der Sieg des Meisters war – Diskussionen um den Penalty hin oder her – verdient. Der FCB tat sich zwar schwer, die kompakte Abwehr des Gegners auseinanderzureissen und kam nur zu wenigen zwingenden Torchancen. Der engagierte Gastgeber erspielte sich aber ein Cornerverhältnis von 10:3 und verlagerte das Geschehen mehrheitlich in die gegnerische Spielhälfte.

Das Team von Trainer Murat Yakin beendet damit die Vorrunde ohne Heimniederlage. In neun Partien im St. Jakob-Park mussten sie den Widersachern nur gerade zwei Unentschieden zugestehen. Umgekehrt kann die knappe Niederlage die Vorrundenbilanz des FCSG nicht schmälern: Der Neuling hat nur gerade drei von 18 Partien verloren.

Saibenes Ärger nach dem Spiel

Nach dem kämpferischen Duell musste Jeff Saibene gegenüber dem Teleclub seinen Frust los werden. Natürlich war das Umfallen von Streller, die zum Penaltypfiff des sonst umsichtigen Refs Sascha Kever geführt hatte, das Hauptthema. «Es war ein typischer 0:0-Match, wir hatten die Basler im Griff und dann kam dieser Penalty. Streller hat sich einfach zwischen zwei Spielern auf den Boden geworfen. Leider passieren solche Dinge in Basel und es gibt einem schon zu denken», meinte St. Gallens Trainer verärgert. Schon gegen GC hätte es Fehlentscheidungen gegeben. Und Saibene setzte noch einen drauf: «Aber wenn ich sehe, wie auf den Schiedsrichter in der Pause mächtig Druck gemacht wird, dann wundert mich nichts mehr.» Der erfolgreiche Coach gab aber zu, dass sein Team in der zweiten Hälfte offensiv zu wenige Akzente gesetzt habe.

Die Replik von Basels Präsident Bernhard Heusler auf die Worte von Saibene kam postwendend. «Ich kann das Geheule, wonach der FCB von den Schiedsrichtern bevorteilt werde, nicht mehr hören. Ich finde solche Vorwürfe etwas Unsportliches. Man muss die Kirche im Dorf lassen. Ich finde, es gleicht sich immer wieder in einer Saison aus.» Heusler wies im Teleclub auf Strafraumszenen in Thun oder in St. Gallen hin, wo der Ref keinen Strafstoss diktierte, obwohl ein Basler gefoult worden war. Der FCB-Obmann zeigte dagegen ein gewisses Veständnis für die verbale Reaktion von Saibene: «Natürlich kann ich verstehen, dass der Trainer unmittelbar nach Spielschluss Emotionen zeigt.»

Wie auch immer: Die Diskussionen um umstrittene und fehlerhafte Schiedsrichter-Entscheide im St. Jakob-Park werden weitergehen.

Basel - St. Gallen 1:0 (0:0) St. Jakob-Park, 30'062 Zuschauer. - SR Kever. - Tor: 67. Streller (Foulpenalty) 1:0. Basel: Sommer; Philipp Degen, Schär, Dragovic, Steinhöfer; Cabral; David Degen (81. Diaz), Fabian Frei, Stocker, Alex Frei (62. Salah); Streller. St. Gallen: Lopar; Martic, Montandon, Besle, Mutsch; Mathys (83. Tadic), Nater, Janjatovic, Nushi (74. Abegglen); Scarione; Etoundi. Bemerkungen: Basel ohne Pak, Voser, Jevtic (alle verletzt) und Kovac (nicht im Aufgebot); St. Gallen ohne Cavusevic (verletzt) und Pa Modou (gesperrt). 40. Philipp Degen (Foul). 57. Montandon (Foul). 77. Mathys (Foul).

si/fal

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