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Der verlorene Sohn

Eine alte Liebe flammt während der Transferzeit wieder auf: Jürgen Klopp ködert Mario Götze laut neusten Gerüchten nach Liverpool.

Wohin? Mario Götze beschäft sich mit seiner Zukunft.
Wohin? Mario Götze beschäft sich mit seiner Zukunft.
Keystone
Es fehlt das Vertrauen bei den Bayern: Mario Götze und die gestörte Kommunikation mit Pep Guardiola.
Es fehlt das Vertrauen bei den Bayern: Mario Götze und die gestörte Kommunikation mit Pep Guardiola.
Keystone
Der Deutsche will den kriselnden Grossclub wieder auf Kurs bringen und verspricht: «Wir werden Erfolg haben – auf spezielle Liverpool-Art.»
Der Deutsche will den kriselnden Grossclub wieder auf Kurs bringen und verspricht: «Wir werden Erfolg haben – auf spezielle Liverpool-Art.»
Keystone
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Jürgen Klopp war enttäuscht und auch ein wenig verletzt. Es war im April 2013, als Mario Götze nach 15 Jahren in Dortmund dem Club und seinem Trainer den Rücken kehrte und bei Bayern München anheuerte. Was sich für viele Fans des BVB wie ein schlechter Scherz anhörte, kam für Klopp einem Vertrauensbruch gleich.

Den Verlust seines Lieblingsspielers an den Erzfeind kommentierte Klopp hingegen fast regungslos. «Mario ist ein aussergewöhnlicher Spieler, den wir natürlich gerne behalten hätten, idealerweise für immer. Aber der Wechsel war möglich, weil er eine Klausel hatte, ohne die er im vergangenen Jahr seinen Vertrag nicht verlängert hätte.»

Gestörtes Verhältnis mit Guardiola

Nüchtern fügte er an: «Wer jetzt laut aufschreit, darf nicht vergessen, dass wir im vergangenen Jahr Marco Reus für eine festgeschriebene Ablöse von 17 Millionen aus Mönchengladbach geholt haben. Und ich kann mich nicht erinnern, dass es dort Freudenfeste gegeben hätte.»

Götze zog also nach München, wurde mit den Bayern zweimal Meister und gewann einmal den DFB-Pokal. Die frühe Krönung seiner Karriere gelang dem heute 23-jährigen Stürmer an der WM 2014 in Brasilien, wo er als Joker die deutsche Elf im Endspiel gegen Argentinien mit dem einzigen Finaltor zum Titel schoss.

Aber auch als WM-Held erfuhr Götze von Pep Guardiola nie die Zuneigung wie zu Zeiten von Jürgen Klopp in Dortmund. Im vergangenen Sommer sagte er über die schwierige Kommunikation mit Guardiola nur diesen Satz: «Es wird sich rausstellen, ob er öfter mit mir spricht.»

Seit Herbst angeschlagen

In der aktuellen Saison dürfte sich das Verhältnis kaum verbessert haben. Götze leidet seit Oktober an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und hat seither kein Spiel mehr bestritten. Für die Rückrunde will er wieder fit sein und sich ins Team zurückkämpfen – mit der Champions League und der EM 2016 vor Augen.

Wie die «Bild» berichtet, ist Jürgen Klopp, der seit drei Monaten als Trainer in Liverpool engagiert ist, stark daran interessiert, seinen ehemaligen Schützling aus dem goldenen Käfig zu befreien und nach England zu lotsen. Geschätzte 50 Millionen Euro müsste Liverpool für Götze überweisen. Der Vertrag bei den Bayern läuft bis 2017, aber so lange will Klopp offenbar nicht warten.

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