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Deutsche Schiedsrichtergelder in der Schweiz und Liechtenstein

Die Honorare von deutschen Schiedsrichtern für internationale Spiele wurden laut «Spiegel» auf Konten in der Schweiz und Liechtenstein überwiesen, dort aber nicht richtig verbucht.

Er brachte den Stein ins Rollen: Manfred Amerell, früherer Schiedsrichterbeauftragter des DFB.
Er brachte den Stein ins Rollen: Manfred Amerell, früherer Schiedsrichterbeauftragter des DFB.
Keystone

Die Fifa reagierte abwehrend auf die Fragen zur Schiedsrichter-Affäre. «Zu diesem konkreten Fall können wir im Moment nichts sagen. Wir warten ab, ob die Steuerfahndung auf uns zukommt», so Fifa-Mediendirektor Walter de Gregorio am Sonntag. Auch der Deutsche Fussball-Bund hält sich zurück. «Erst wenn die Ergebnisse der laufenden Verfahren vorliegen, kann und wird der DFB eine Bewertung vornehmen», sagte Mediendirektor Ralf Köttker.

Insgesamt sollen rund 20 aktive und ehemalige Schiedsrichter des DFB ihre Einnahmen nicht ordentlich versteuert haben. Wie schon der DFB verwies auch die Fifa auf die Eigenverantwortlichkeit der Schiedsrichter. «Es kann nicht sein, dass man die Fifa zur Verantwortung zieht, wenn jemand etwas nicht ordentlich versteuert. Wir gehen davon aus, dass jeder, der von uns Geld überwiesen bekommt, das auch versteuert», sagte de Gregorio. Es könne durchaus sein, dass der Verband auch Überweisungen auf ausländische Konten getätigt habe, erklärte der Fifa-Sprecher.

Laut «Spiegel» soll es «bei den nicht versteuerten Einkünften und Umsätzen um Beträge im sechsstelligen Bereich» gehen. Auslöser der Ermittlungen, die am letzten Montag zu Razzien beim DFB und bei einigen Schiedsrichtern geführt hatten, ist der ehemalige DFB-Funktionär Manfred Amerell. Der frühere Schiedsrichterbeauftragte hat mit einer Anzeige bei der Finanzdirektion Augsburg die jüngste Affäre ins Rollen gebracht. Viele der Schiedsrichter seien bereits geständig, schreibt der «Spiegel» mit Verweis auf Ermittlerkreise.

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