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Die andere YB-Viertelstunde

In dieser Saison sind die Young Boys vor allem in den ersten 15 Minuten er­folgreich. Yoric Ravets 1:0 gegen Luzern war bereits das achte Tor in den Startminuten.

Dabei hat doch alles so gut angefangen. Bereits in der zwölften Minute brachte Ravet YB in Führung.
Dabei hat doch alles so gut angefangen. Bereits in der zwölften Minute brachte Ravet YB in Führung.
Keystone
Dann folgte YBs totaler Aussetzer.
Dann folgte YBs totaler Aussetzer.
Keystone
Guillaume Hoarau trat kaum einmal in Erscheinung.
Guillaume Hoarau trat kaum einmal in Erscheinung.
Keystone
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Bei den Young Boys wird von den Fans bekanntlich die Schlussviertelstunde zelebriert, dies, weil frühere YB-Ausgaben in dieser Phase des Spiels besonders oft ins Tor getroffen haben sollen. Aktuell ist die wahre YB-Viertelstunde allerdings jene am Spielbeginn. Yoric Ravet traf am Sonntag in der 12. Minute, es war bereits das achte Saisontor der Berner in den Startminuten. Keine andere Super-League-Equipe ist in der ersten Viertelstunde erfolgreicher.

Zu dumm, dass die Partie nach 15 Minuten nicht zu Ende war. Dem Berner Startfurioso folgte ein veritables Debakel. Luzern benötigte lediglich acht Minuten dazu, das Spiel mit drei Toren zu drehen. Steve von Bergen hatte fehlende Aggressivität in seiner Equipe ausgemacht.

Zum Sieg fehlte YB hinten wie vorne einiges. Guillaume Hoarau zum Beispiel war in der Luzerner Verteidigung bestens aufgehoben. Der Topskorer blieb erstmals seit dem 6. November ohne Meisterschaftstor. Damals spielte YB ebenfalls in Luzern (2:2), danach siegten die Berner fünfmal in Serie, und Hoarau feierte acht Torerfolge. Am Sonntag aber blieb der gross gewachsene Franzose blass.

Geburtstagskind trifft

Einige Serien sind mit der ges­trigen Klatsche also gerissen. «Wir wussten ja gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, zu verlieren», sagte Adi Hütter. Der Trainer versuchte es mit Galgenhumor. Jetzt wissen es der Trainer und seine Mannschaft wieder: «Es tut weh. Niemand verliert gerne. Es war nicht unser Tag.» Dafür war es der Tag eines Luzerners Hekuran Kryeziu, der Torschütze zum 2:1 beschenkte sich gleich selber. Er feierte am gestrigen Tag seinen 24. Geburtstag. Es war das erste Saisontor des Mittelfeldspielers.

Vielleicht war es ein Schuss vor den Bug, eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt. In der Meisterschaft gibt es in dieser Saison nicht mehr viel zu gewinnen. Das Augenmerk gilt dem Cup, und jetzt dürfte wieder klar sein, dass Siege nur mit einer konzentrierten Leistung über die gesamten 90 Minuten zu holen sind. In welcher Minute die Young Boys ihre Tore erzielen, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

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