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Diese Schweizer können noch absteigen

Xherdan Shaqiri und Fabian Schär hat es bereits getroffen. In den letzten Runden der europäischen Ligen könnten noch mehr Schweizer folgen. Eine Übersicht.

Abgestiegen: Xherdan Shaqiri, Stoke City. Der beste Skorer der Mannschaft wird Stoke verlassen und wohl auch nächste Saison in der Premier League spielen.
Abgestiegen: Xherdan Shaqiri, Stoke City. Der beste Skorer der Mannschaft wird Stoke verlassen und wohl auch nächste Saison in der Premier League spielen.
Dave Thompson, Keystone
Abgestiegen: Fabian Schär, Deportivo La Coruña. Auch der Verteidiger sieht sich nach einem neuen Arbeitgeber um.
Abgestiegen: Fabian Schär, Deportivo La Coruña. Auch der Verteidiger sieht sich nach einem neuen Arbeitgeber um.
Getty Images
Gerettet: Marwin Hitz, FC Augsburg. Bereits einen Spieltag davor feierten die Augsburger den Klassenerhalt. Goalie Hitz war in den letzten Jahren fester Bestandteil des Erfolgs der Süddeutschen, wird den Verein aber nach Saisonende verlassen, womöglich gehts in Richtung Dortmund.
Gerettet: Marwin Hitz, FC Augsburg. Bereits einen Spieltag davor feierten die Augsburger den Klassenerhalt. Goalie Hitz war in den letzten Jahren fester Bestandteil des Erfolgs der Süddeutschen, wird den Verein aber nach Saisonende verlassen, womöglich gehts in Richtung Dortmund.
Stefan Puchner, Keystone
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Es sind Sorgen, die die Granit Xhakas, Manuel Akanjis oder Stephan Lichtsteiners nicht haben: die des Abstiegs, des bitteren Gangs in die zweite Liga. Xherdan Shaqiris Stoke City muss ihn antreten, Fabian Schärs Deportivo La Coruña ebenfalls. Die beiden Schweizer Nationalspieler werden ihren Vereinen nicht treu bleiben, sie wechseln im Sommer, wahrscheinlich zu einem Schnäppchenpreis. Dieses Schicksal könnte noch einige andere Schweizer treffen, überraschend viele sogar.

In der deutschen Bundesliga ist noch die letzte Runde zu spielen. Und wie so oft in den letzten Jahren ist der Abstiegskampf spannender als das Titelrennen. Mittendrin: Admir Mehmedi und Renato Steffen. Die Nationalspieler im Dienste des VfL Wolfsburg stehen momentan auf dem Relegationsplatz 16, sie könnten den Abstieg also noch aus eigener Kraft verhindern.

Wolfsburg oder Hamburg?

Mehmedi wird den Wölfen wohl keine Hilfe mehr sein, seit Mitte März fällt er verletzt aus. Damit könnte ein Kapitel in der Karriere des Linksaussen schon verfrüht und unrühmlich enden. Im Januar für acht Millionen Euro verpflichtet, war Mehmedi nie die Verstärkung, die der VW-Club so dringend brauchte. Er gehört zu den Topverdienern im Verein. Dass er Wolfsburg im Falle des Abstiegs treu bleibt, ist auszuschliessen.

Dasselbe gilt für Steffen. Er hat sich den Traum der Bundesliga erst im vergangenen Winter erfüllt und dürfte diesen wohl kaum nach nur fünf Monaten beenden wollen. Im Gegensatz zu Mehmedi steht Steffen Wolfsburg in der letzten Runde, in der es gegen den Absteiger Köln geht, zur Verfügung. Ärgster Konkurrent von Wolfsburg ist derzeit – natürlich – der Hamburger SV. Dort stehen mit Goalie Andreas Hirzel (Vertrag läuft aus) und Mittelfeldspieler Vasilije Janjicic zwei Schweizer unter Vertrag, die im abschliessenden Saisonspiel gegen Mönchengladbach wohl keinen Einfluss nehmen werden.

Der dritte Verein, den es noch erwischen könnte, ist der SC Freiburg mit dem jungen Schweizer Vincent Sierro. Allerdings haben die Breisgauer alles in den eigenen Händen, ein Punkt gegen Augsburg genügt zum definitiven Klassenerhalt. Auch Sierro wird am letzten Spieltag kaum ins Geschehen eingreifen, stand er in der bisherigen Saison doch lediglich viermal auf dem Platz.

Behrami und Widmer gegen Dzemaili

Die Bundesliga ist nicht die einzige Liga in Europa, in der es zum Schluss nochmals ganz eng wird. Auch in Italien stehen die letzten Entscheidungen noch aus. Stephan Lichtsteiner dürfte mit Juventus zum siebten Mal in Serie Meister werden, Ricardo Rodriguez mit Milan sowie Remo Freuler und Nicolas Haas mit Atalanta kämpfen noch um einen Platz in der Europa League. Da haben vor allem Valon Behrami und Silvan Widmer andere Sorgen: Nur ein einziger Punkt trennt Udinese derzeit vom letzten noch zu vergebenden Abstiegsplatz.

Auch bei Behrami und Widmer ist es unwahrscheinlich, dass sie den Gang in die zweite Liga antreten würden, schliesslich gehörte Udinese in den vergangenen Jahren zum soliden Mittelfeld der Serie A. Das Restprogramm spricht für die Friauler: Es warten das schon als Absteiger feststehende Hellas Verona und Bologna mit Blerim Dzemaili, dessen Chancen auf den Abstieg nur noch theoretischer Natur sind.

Hadergjonaj oder Fernandes?

In England hat es bekanntlich Xherdan Shaqiri erwischt. Er könnte in den nächsten Wochen Gesellschaft bekommen. Und zwar von Huddersfield Town und somit vom ehemaligen YB-Spieler Florent Hadergjonaj. Der Aussenverteidiger liegt bei noch zwei ausstehenden Spielen drei Punkte vor einem Abstiegsplatz und muss noch gegen Chelsea und Arsenal ran. Da hat es Edimilson Fernandes etwas einfacher. Zwei Punkte mehr als Huddersfield hat sein Verein West Ham auf dem Konto und spielt noch gegen Manchester United und Everton.

Weiter nach Frankreich: Dort steht François Moubandjes Toulouse derzeit auf Relegationsplatz 18, und das bei noch zwei ausstehenden Spielen. Immerhin: Der Rückstand auf Strasbourg und Lille beträgt nur einen Punkt, Toulouse spielt noch gegen Bordeaux und Guingamp. Zumindest im ersten Spiel wird Moubandje nicht mittun können, er holte sich am Sonntag eine Gelb-Rote Karte ab und ist folglich gesperrt.

Es gibt auch Aufsteiger

Die Abstiegssorgen der Schweizer sind also auf ganz Europa verteilt. Sogar bis in die Türkei. Allerdings könnte sich Antalyaspor mit Johan Djourou mit einem Sieg im zweitletzten Spiel der Saison gegen Gökhan Inlers Basaksehir Istanbul den Verbleib in der Süper Lig sichern.

Es gibt aber auch positive Meldungen. Denn wo Mannschaften absteigen, steigen andere auf. So könnten Ulisses Garcia (ausgeliehen von Bremen an Nürnberg), Oliver Buff, Simone Grippo (Real Saragossa), Joel Untersee (ausgeliehen von Juventus an Empoli), Michel Morganella (Palermo), Alexandre Geijo (Venezia) in der nächsten Saison in den jeweiligen Topligen des Landes spielen. Ihre Mannschaften sind bereits aufgestiegen oder stehen zumindest kurz davor.

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