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YB startet mit Zuversicht in die Saison

Die Young Boys verbreiten vor dem Saisonstart am Samstag im Stade de Suisse gegen Basel viel Zuversicht. Trainer Hütter lobt die Transferpolitik, Sportchef Spycher die unglaublich gute Stimmung, die im Klub herrsche. Eine Momentaufnahme.

Fotoshooting bei YB - Sportchef Christoph Spycher und seine Truppe.
Fotoshooting bei YB - Sportchef Christoph Spycher und seine Truppe.
Andreas Blatter
Das Team 2017/18:Oberste Reihe (von links nach rechts): Martin Fryand (Konditionstrainer), Stefan Knutti (Torhütertrainer), Stephan Flückiger (Reha-Trainer), Christian Fassnacht, Guillaume Hoarau, Gregory Wüthrich, Kasim Adams Nuhu, Loris Benito, Andreas Brand (Arzt), Jan Montagne (Arzt), Thomas Ringgenberg (Arzt).Dritte Reihe: Janne van Enckevort (Physio), Christian Peintinger (Assistenztrainer), Harald Gämperle (Assistenztrainer) Leonardo Bertone, Taulant Seferi, Marco Bürki, Sven Joss, Michel Aebischer, Bruno Bielesch (Material), Nico Zaugg (Team-Betreuer), Cuno Wetzel (Arzt).Zweite Reihe: Christoph Spycher (Sportchef), Adi Hütter (Trainer), Thorsten Schick, Miralem Sulejmani, Jordan Lotomba, Djibril Sow, Alexander Gerndt, Sékou Sanogo, Fred Stulens (Physio), Toni Pagano (Material).Vorderste Reihe: Andreas Biritz (Physio), Roger Assalé, Yoric Ravet, Marco Wölfli, Marco von Ballmoos, Dario Marzino, Kevin Mbabu, Steve von Bergen, Matthias Gubler (Physio).
Das Team 2017/18:Oberste Reihe (von links nach rechts): Martin Fryand (Konditionstrainer), Stefan Knutti (Torhütertrainer), Stephan Flückiger (Reha-Trainer), Christian Fassnacht, Guillaume Hoarau, Gregory Wüthrich, Kasim Adams Nuhu, Loris Benito, Andreas Brand (Arzt), Jan Montagne (Arzt), Thomas Ringgenberg (Arzt).Dritte Reihe: Janne van Enckevort (Physio), Christian Peintinger (Assistenztrainer), Harald Gämperle (Assistenztrainer) Leonardo Bertone, Taulant Seferi, Marco Bürki, Sven Joss, Michel Aebischer, Bruno Bielesch (Material), Nico Zaugg (Team-Betreuer), Cuno Wetzel (Arzt).Zweite Reihe: Christoph Spycher (Sportchef), Adi Hütter (Trainer), Thorsten Schick, Miralem Sulejmani, Jordan Lotomba, Djibril Sow, Alexander Gerndt, Sékou Sanogo, Fred Stulens (Physio), Toni Pagano (Material).Vorderste Reihe: Andreas Biritz (Physio), Roger Assalé, Yoric Ravet, Marco Wölfli, Marco von Ballmoos, Dario Marzino, Kevin Mbabu, Steve von Bergen, Matthias Gubler (Physio).
Andreas Blatter
Die Spieler werden für das Fotoshooting platziert.
Die Spieler werden für das Fotoshooting platziert.
Andreas Blatter
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Manch einer der Young Boys kann am Dienstagmorgen beim Fotoshooting im Stade de Suisse der Versuchung eines kleinen Streichs nicht widerstehen: Fürs Mannschaftsfoto haben die YB-Spieler in vier Reihen Aufstellung genommen. Die ganz Grossen wie Guillaume Hoarau und Gregory Wüthrich, die zuhinterst auf einem Stapel Holzpaletten stehen, befinden sich in guter Ausgangslage: Sie kommen als Opfer nicht infrage.

Andere aber haben weniger Glück: Sie werden ins Ohr gezwickt oder mit einem Schulterklopfer absichtlich irregeführt. Kevin Mbabu prüft derweil noch rasch die Rasur von Sékou Sanogo. Es wird viel gelacht, auch ohne das obligate «Cheeeeese».

Am Ende sind etliche Bilder im Kasten, die eines zeigen: Die Vorfreude auf die neue Saison bei den Young Boys ist gross. Stunden später unterlegt Sportchef Christoph Spycher die Bilder mit Ton. Er sagt: «Bei uns ist in den letzten Wochen eine positive Dynamik entstanden. Es herrscht eine unglaublich gute Stimmung. Jetzt wollen wir die Energie mitnehmen und versuchen, die Leute zu begeistern.»

Christoph Spycher über das Potenzial und die Ziele der «jungen, hungrigen» Mannschaft.

Spychers Premiere

Christoph Spycher sitzt beim alljährlichen Medientag vor dem Saisonstart im Mediencenter des Stade de Suisse auf dem Podium. Es ist seine Premiere, noch ist er kein Jahr im Amt. Noch erlebt er all diese Termine zum ersten Mal. Vor zwölf Monaten hatte an gleicher Stelle Fredy Bickel neben Trainer Adi Hütter gesessen. Und auch Zuversicht verbreitet.

«Bei uns ist in den letzten Wochen eine positive Dynamik entstanden.»

Christoph Spycher

Nach verhaltenem Saisonstart musste der Sportchef wenige Wochen später gehen, bedenkliche Auftritte des damaligen Verwaltungsrates Urs Siegenthaler sorgten dafür, dass die Stimmung rund um YB ins Bodenlose sank. Die Young Boys haben in den letzten Jahren mehrmals schmerzlich erfahren müssen, dass auf eine gute Vorbereitung nicht zwingend ein guter Start folgt.

Einmal wird Spycher nach der Zielsetzung gefragt, er überlegt kurz, meint dann: «Wir wollen in der Super League an der Spitze mitspielen, in Europa und im Cup möglichst lange dabei sein.» Als er gebeten wird, die Aussage zu konkretisieren, entgegnet der frühere Nationalspieler: «Das will ich eben gerade nicht.»

Vor zwei Jahren hatten die YB-Verantwortlichen bei gleicher Gelegenheit vom Titelgewinn gesprochen. Und dies später bitter bereut. Spycher, der damals bei YB Talentmanager gewesen war, symbolisiert wie kein anderer den Wandel, den die Young Boys innert Jahresfrist vollzogen haben. Der Sportchef im massgeschneiderten Anzug: Noch so ein Bild, das für den Aufbruch steht.

Hütters Lob

Trainer Adi Hütter lobt am Dienstag die Arbeit Christoph Spychers, sagt, bei den Transfers sei alles so umgesetzt worden, wie es besprochen gewesen sei. «Ich bin sehr glücklich.» Mit Christian Fassnacht, Marco Bürki, David von Ballmoos, Djibril Sow und Jordan Lotomba stehen fünf Zugänge fest, im Sturm würden die Young Boys gerne nachbessern.

Adi Hütter über sein neues Kader und die Vorbereitung auf den Meisterschaftsauftakt.

Servettes Topskorer Jean-Pierre Nsamé bleibt der Wunschkandidat, der 24-Jährige versucht derzeit, seinen Abgang aus Genf zu forcieren, der Kameruner weigert sich, mit dem Team zu trainieren. Spycher sagt, man prüfe verschiedene Dossiers, auf dem hektischen Transfermarkt könne es stündlich zu Veränderungen kommen. «Ich sehe das Ganze aber nüchtern, habe am Abend jeweils keine Mühe, einzuschlafen.» Nach zufriedenstellender Vorbereitung ohne Verletzte sieht sich der Klub nicht im Zugzwang.

«Wir wollen in der Super League an der Spitze mitspielen, in Europa und im Cup möglichst lange dabei sein.»

Christoph Spycher

Als Christoph Spycher zu einer Antwort ausholen will, läutet das Telefon eines Journalisten. Der Sportchef entgegnet dem Medienschaffenden, er solle sich ruhig Zeit lassen. Trainer Adi Hütter schmunzelt. Es ist ein letztes Bild. Es ist aber auch nur eine Momentaufnahme.

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