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Kriens ein paar Nummern zu gross für Langnau

Der FC Langnau aus der 3. Liga hat gegen den SC Kriens aus der Challenge League keine Chance gehabt und verlor standesgemäss 0:6.

Langnau-Keeper Joel Ritschard war nicht zu beneiden.
Langnau-Keeper Joel Ritschard war nicht zu beneiden.
Marcel Bieri

Der FC Langnau war im Schweizer Cup gegen Challenge-League-Aufsteiger Kriens erwartungsgemäss chancenlos. Die Emmentaler mussten sich gegen die gleich fünf Ligen höher spielenden Gäste vor 500 Zuschauern trotz tapferer Gegenwehr mit 0:6 geschlagen geben. Allerdings genossen es die Langnauer Fussballer trotzdem, dass in der Oberemmentaler «Metropole» für einmal sie im sportlichen Mittelpunkt standen und nicht die ­ansonsten alles dominierenden Eishockeyaner der SCL Tigers.

Fast in Führung gegangen

Die seit letzter Saison vom früheren Nationalspieler Bruno Berner trainierten Innerschweizer liessen nie Zweifel über den Ausgang dieses Spiels aufkommen. Die Krienser waren allerdings gleich zu Beginn selbst für den Aufreger der Partie besorgt, als sie nach gut 5 Spielminuten beinahe ein Eigentor fabriziert hätten und Goalie Simon Enzler nach einem Missverständnis in der Abwehr mit letztem Einsatz zum einzigen Corner für die Langnauer retten konnte.

Ansonsten zeigten aber die nicht einmal in Bestbesetzung angetretenen Gäste keine weiteren Schwächen, und entgegen den von Langnau-Trainer Reto Flückiger vor dem Spiel geäusserten Hoffnungen trafen die Innerschweizer in der Folge nicht Latte oder Pfosten, sondern ins von Joel Ritschard trotzdem sehr gut bewachte Tor der Emmentaler. Kriens setzte nämlich den Gegner nach dem frühen Fauxpas bald einmal immer stärker unter Druck.

0:3 zur Pause

Nach mehreren nicht genutzten Chancen kam der Führungstreffer, den Saleh Chihadeh in der 21. Minuten aus einem Gedränge im Strafraum heraus realisierte, nicht überraschend. Und die Gäste liessen weiterhin nicht locker: Admir Seferagic und Dario Ulrich waren noch vor der Pause mit dem zweiten und dritten Treffer für die Vorentscheidung besorgt.

Nach dem Seitenwechsel schaltete das Team von Bruno Berner dann zwar gleich um ein paar Gänge zurück, doch blieben Langnau-Vorstösse in Richtung gegnerischen Strafraum trotzdem Mangelware. Wirklich gute Torchancen erarbeitete sich weiterhin nur Kriens. Saleh Chihadeh nutzte in der 55. Minute eine erste zu seinem zweiten Treffer, ehe Stefano Cirelli – beim 5:0 auf uneigennützige Vorarbeit des nach einer Stunde eingewechselten früheren Huttwil-Juniors Kevin Röth­lisberger – mit einem Doppelschlag das Endresultat fixierte.

Symptomatisch für die bei Langnau gelebten Werte wurde dem eigentlich Ende letzter Saison zurückgetretenen Abwehrchef Thomas Ramseier vor für FCL-Verhältnisse grosser Kulisse ein letzter Einsatz im Fanionteam gewährt. Der Libero konnte sich zwar über Arbeit nicht beklagen, und die klare Niederlage war natürlich alles andere als ein adäquates Abschiedsgeschenk – ein schönes Erlebnis seis aber trotzdem gewesen, befand der Neo-Fussballrentner.

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