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«Ein verletzter Messi ist besser als jeder Gesunde»

Die Spieler des FC Barcelona wissen, bei wem sie sich nach dem erzitterten Einzug in die Halbfinals der Champions League zu bedanken haben.

Er macht den Unterschied – immer wieder: Lionel Messi (h.), hier mit seinem Teamkollegen Andrés Iniesta.
Er macht den Unterschied – immer wieder: Lionel Messi (h.), hier mit seinem Teamkollegen Andrés Iniesta.
Keystone

Barça-Stürmer David Villa war die Erleichterung anzusehen, als er für den TV-Sender Canal plus das Viertelfinal-Rückspiel gegen Paris St-Germain noch einmal Revue passieren liess. Die Analyse des spanischen Internationalen war gleichzeitig eine Verneigung vor Lionel Messi, dessen Einwechslung in der 62. Minute den Aktionen des FC Barcelona die Langeweile genommen und das Überraschungsmoment gebracht hatte. «Messi ist der beste Spieler der Welt, er verändert ein Spiel, wenn er nur schon auf dem Platz steht», erklärte Villa. «Wir müssen uns bei ihm bedanken, dass er sich für die Mannschaft aufgeopfert und trotz Verletzung gespielt hat.»

«Er verhilft uns zu einer besonderen Aura»

Villas Teamkollege Dani Alves, als unermüdlicher Kämpfer in der Defensive quasi der Gegenentwurf zu Messi, fand eine äusserst treffende Formulierung für den Sonderstatus des argentinischen Weltfussballers: «Messi verhilft uns zu einer besonderen Aura. Wir wissen das – und der Gegner auch. Ich ziehe einen verletzten Messi jedem Gesunden vor.» Gerard Piqué stimmte uneingeschränkt zu: «Messi kann alles auf den Kopf stellen, und er hat es erneut getan. Selbst als halber Krüppel ist er immer zur Stelle.»

Auch aus dem Lager von Paris St-Germain kamen Huldigungen für Matchwinner Messi. «Barça hat Zuversicht gewonnen, als er aufs Feld kam. Er ist selbst dann der Beste, wenn er nicht ganz fit ist», so Trainer Carlo Ancelotti. Messi habe ganz eindeutig den Unterschied gemacht. Höchstens Cristiano Ronaldo könne ihm annähernd das Wasser reichen, konstatierte David Beckham, der spät eingewechselt wurde und keine Akzente mit Standards mehr setzen konnte.

Die Messidependencia und das Risiko

Die Wunderheilung durch Messi, der acht Minuten nach seiner Einwechslung zusammen mit Villa und dem Torschützen Pedro das goldene 1:1 erzwang, zeigt aber auch, wie abhängig der FC Barcelona von seinem Superstar ist. Messidependencia lautet der spöttische Begriff für diese besondere fussballerische Erkrankung, die Barça zwang, ein gewisses Risiko einzugehen. Assistenztrainer Jordi Roura bekräftigte aber, es sei ein kalkulierbares Risiko gewesen. Er glaube nicht, dass es ernsthafte Konsequenzen haben werde, dass Messi trotz seiner Oberschenkelblessur aus dem Hinspiel auflief. Der König im Barça-Schachspiel wird nun wohl bis zu den Halbfinalspielen geschont. Diese finden am 23. April und am 1. Mai statt. Die Auslosung der beiden Paarungen steigt am Freitag. Neben dem FC Barcelona befinden sich noch Real Madrid, Bayern München und Borussia Dortmund in der Lostrommel.

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