Zum Hauptinhalt springen

Eine unnötige Provokation

Auslandredaktor Enver Robelli über das Skandalspiel in Belgrad.

Fussball verbindet die Völker. Ein Spielfeld, 22 bunt gekleidete Gestalten, ein Ball reichen, um Menschen zu begeistern. Das gilt für Brasilien, aber noch nicht für den Balkan. Dies hat sich beim Chaosspiel zwischen Serbien und Albanien gezeigt, das am Dienstag abgebrochen wurde. Nun werden blutige Köpfe und Ohren zur Schau gestellt. Es hätte aber viel schlimmer kommen können: Seit Wochen hatten Provokateure auf beiden Seiten rhetorisch die Messer gewetzt und von der «Belgrader Schlacht» schwadroniert.

Der politische Schaden ist gross. Nächste Woche ist ein Besuch des albanischen Premiers Edi Rama in Belgrad geplant – der erste seit fast 70 Jahren. Damit wollten beide Staaten gegenüber der EU demonstrieren, dass sie ihre Beziehungen verbessern wollen. Ob die Visite zustande kommt, ist nun unsicher.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.