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Er regierte den Rasen

Alfredo Di Stéfano, der erste internationale Star des Fussballs, ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Mit Real Madrid gewann Di Stéfano ab 1956 fünfmal in Folge den Meistercup. Foto: Keystone
Mit Real Madrid gewann Di Stéfano ab 1956 fünfmal in Folge den Meistercup. Foto: Keystone

Im Bauch des Estadio Santiago Berna­béu, unterhalb der Südtribüne, gibt es einen Raum, in dem die Veteranen von Real Madrid versuchen, ihrem Rentnerdasein einen Sinn zu geben. Dort pumpt das Herz dieses grossen Clubs, nicht auf der VIP-Tribüne, die man eigentlich BIP-Tribüne nennen müsste, weil da die fürs Bruttoinlandprodukt wichtigsten Industriellen Spaniens hocken, seit der Bauunternehmer Florentino Pérez die Geschäfte führt. Dort unten also sass auch Alfredo Di Stéfano, jeden Tag. In ­einem fensterlosen Raum und umgeben von Spielern, mit denen er zahllose Trophäen errungen hatte, und von solchen, die nach seiner aktiven Zeit ebenfalls Meisterschaften und Pokale gewonnen hatten; an ihn, Di Stéfano, aber nie heranreichen konnten. Denn Di Stéfano war einzigartig. Pelé pflegte zu sagen: «Der Grösste.» Er hätte auch sagen können: der Grösste von uns allen, von den besten Fussballern der Geschichte. Egal, ob Pelé, Cruyff, Maradona oder nun Messi, sie werden immer wieder auf Di Stéfano zurückverweisen.

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