Zum Hauptinhalt springen

Erst bespuckt, dann bejubelt

Zuerst war Marcel Koller für sie ein geldgieriger Verräter, nun reagieren Medien und Fans in Österreich euphorisch. Wie es dazu kam.

Euphorie: Marcel Koller hat noch einiges zu erledigen in Österreich.
Euphorie: Marcel Koller hat noch einiges zu erledigen in Österreich.
Keystone

Vielleicht war es gerade die besonders bösartige Kritik, die ihn letztendlich bewog, zu bleiben. Vielleicht dachte sich Marcel Koller «Jetzt erst recht», als er zu Beginn dieser Woche die Sportteile der österreichischen Zeitungen las. Da hatte man ihn nämlich schon abgeschrieben. Koller, so der Tenor, werde ganz bestimmt das verlockende, hoch bezahlte Angebot aus der Schweiz annehmen. Und auf einmal sahen alle, die ihm vor kurzem noch herausragende Leistungen attestiert hatten, nur seine angeblichen Schwächen und Fehler. «Marcel Koller ist und war in diesem Land ein Söldner», schrieb der Herausgeber der Boulevardzeitung «Österreich», Wolfgang Fellner, am Dienstag im Leitartikel. Er bezichtigte Koller der Charakterlosigkeit und des Verrats: Der Trainer wechsle nur in die Schweiz, weil er dort 300'000 Euro mehr bekomme: «Und Geld ist für einen Schweizer immer ein Motiv.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.