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«Es wurde Zeit, dass ich ein Tor erziele»

Der 22-Jährige Sandro Lauper brilliert gegen seinen früheren Club Thun mit Übersicht, Passstärke und dem dritten YB-Tor.

Erster Treffer für YB: Sandro Laupers präziser Schuss zum 3:0.
Erster Treffer für YB: Sandro Laupers präziser Schuss zum 3:0.

Er ist der YB-Passminister. Mit Übersicht, Klasse und Präzision lanciert Sandro Lauper viele Angriffe aus dem Zentrum des Aufbaus. Auch gegen Thun gelingen ihm mehrere herausragende Zuspiele, mit denen er die oft träge Gästedefensive aushebelt. Zudem schiesst der frühere Thuner im 28. Pflichtspiel sein erstes Tor für YB. Nach dem 5:1 im Derby ist Lauper ein gefragter Mann bei den Medienvertretern.

War die Gala vor der Pause die beste YB-Halbzeit im Jahr 2019?

Das würde ich sagen, ja, wir haben sehr stark kombiniert, den Gegner dominiert, schöne Tore geschossen. Und wenn man nach 45 Minuten 4:0 führt, hat man sicher vieles richtig gemacht.

Sie haben erstmals für die Young Boys getroffen, und dann erst noch gegen Ihren ehemaligen Club.

Gegen wen, spielt mir keine Rolle. Es wurde Zeit, dass ich ein Tor erziele, das ist ein schönes Gefühl. Und dann noch mit links …

… wobei Sie mal sagten, beidfüssig zu sein.

Habe ich das? (schmunzelt) Der rechte Fuss ist schon stärker, aber es ist schön, habe ich mit links so präzis getroffen.

Die Young Boys spielten gegen Thun im 4-4-2 sehr überzeugend. Fühlen sich die YB-Spieler wohler in diesem System als in einer Ausrichtung mit drei zentralen Aufbauern?

Ich denke schon, wobei es wichtig ist, dass wir variabel bleiben und verschiedene Systeme beherrschen. YB spielt nun mal seit langer Zeit meistens im 4-4-2, wir wissen also genau, was wir zu tun haben, und können viel Druck entwickeln.

Nun steht YB kurz vor dem Titel. Haben Sie einen Wunsch, wann es so weit sein soll?

Nein, absolut nicht, für mich geht ein grosser Traum in Erfüllung, wenn wir es geschafft haben.

Wenn die Young Boys am Mittwoch in Luzern gewinnen, könnte die Meisterschaft schon am Samstagabend sichergestellt sein, sollte Basel zu Hause gegen GC nicht gewinnen. Dann würde YB sogar vor dem TV Meister werden.

Wir sind gut beraten, weiter Spiel für Spiel zu nehmen. In Luzern wird es genug schwer, das haben wir im Cupviertelfinal gesehen, als wir 0:4 verloren.

Einige Ihrer Mitspieler werden Ende Saison ins Ausland gehen. Auch Sie werden von Vereinen beobachtet. Gibt es bezüglich einem Transfer etwas zu sagen?

(schmunzelt) Überhaupt nicht.

Sandro Lauper wird in einer Topliga spielen, irgendwann, aber ein Wechsel im Sommer nach nur einer Saison bei YB käme vielleicht zu früh. Zumal er mit 22 Jahren ab Sommer eine noch tragendere Rolle übernehmen kann, wenn nach Sékou Sanogo auch Djibril Sow nicht mehr da sein wird. Gerade Sows Beispiel zeigt, dass es kein Nachteil sein muss, spannende Angebote abzulehnen, ein Jahr länger in der Super League zu bleiben und zu reifen. Und mehr als einen zentralen Aufbauer werden die Young Boys Ende Saison ohnehin kaum abgeben.

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