Ex-Weltmeister greift de Ligt an: «Könnte kotzen»

Der ehemalige französische Fussballer Christophe Dugarry hat den Poker um Matthijs de Ligt satt.

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Christophe Dugarry hat vom Wechseltheater um Matthijs de Ligt genug: «Da könnte ich kotzen!» Der französische Welt- und Europameister kritisiert De Ligt in einem Interview mit dem Radiosender RMC Sport hart.

Der 19-Jährige hat eine brilliante Saison hinter sich und Ajax Amsterdam als Captain zum Gewinn der Meisterschaft und Cup sowie in den Halbfinal der Champions League geführt. Seither ist eine der heissesten Fragen im Fussball, zu welchem Club der Innenverteidiger diesen Sommer wechseln wird. Barcelona, Paris Saint-Germain und Juventus sind die Clubs, die an einer Verpflichtung De Ligts Interesse haben und sich seine Dienste leisten können.

Angeblich ist ein Transfer zu Paris Saint-Germain und Barcelona an den zu hohen finanziellen Forderungen des Spielers gescheitert. Zwölf Millionen Euro netto Lohn pro Jahr sollen De Ligt und sein Berater Mino Raiola verlangen, was die Katalanen nicht zu zahlen bereit sind. Forderungen nach Ausstiegsklauseln im Vertrag schreckten PSG ab. Einzig Juve scheint bereit zu sein, die Ansprüche des Jungstars zu erfüllen.

Dugarrys Kommentar dazu tönt dann so: «Was sind das für Vorstellungen? Was geht in deinem Kopf vor? 12, 13, 14, 15 Millionen Euro? Was ändert sich da noch ab einem gewissen Punkt? Dann hat man noch ein zusätzliches Auto, die Wohnung ist noch um 50 Quadratmeter grösser oder das Boot um zehn Meter länger.»

Herausragender Spieler, schwache Mentalität

Für den ehemaligen Barcelona-Spieler Dugarry ist klar, dass De Ligts Wahl aus sportlichen Gründen auf die Blaugrana hätte fallen müssen. «Aber er hat sich anders entschieden, deshalb ist es eine rein finanzielle Entscheidung. Will er dieses Bild von sich abgeben? Wenn es nur ums Finanzielle geht, bin ich raus.» Ein wenig Lob hat er für den jungen Holländer doch noch übrig. «De Ligt ist exzellent, er ist sehr gut» sagt der mittlerweile 47-Jährige, «aber mit einer Mentalität wie dieser wird es nicht lange funktionieren, es ist nicht möglich. Ich habe diesen neuen Fussball satt!»

Dugarry selbst war dem von ihm kritisierten «neuen Fussball» nicht immer so abgeneigt. Er spielte eine Saison beim Katar Sports Club, kam dort nie zum Einsatz und beendete anschliessend seine Karriere.

red

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