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Favoriten in den Achtelfinals — Real mit dünnem 1:0 weiter

Das kriselnde Team aus Madrid gewann gegen Underdog BATE Borissow 1:0. Zenit St. Petersburg (0:0 gegen Juventus) ist damit ausgescheiden.

Doppeltorschütze: Bayern-Stürmer Miroslav Klose lässt sich von seinen Teamkollegen feiern.
Doppeltorschütze: Bayern-Stürmer Miroslav Klose lässt sich von seinen Teamkollegen feiern.
Keystone

Neben dem Trio (Juventus Turin, Barcelona und Sporting Lissabon), das sich bereits nach vier Runden für die K.o.-Ausscheidung qualifiziert hatte, werden auch Titelverteidiger Manchester United, Villarreal, Lyon, Bayern München, Arsenal, Porto sowie Real Madrid in der Champions League überwintern.

Chancen, aber keine Tore in St. Petersburg

An Chancen mangelte es weder Zenit St. Petersburg noch Juventus. Doch vor dem Tor waren beide Teams entweder zu verspielt und zaghaft oder zu unkonzentriert. Bei —3 Grad traten die Gäste aus Italien, die bereits für die Achtelfinals qualifiziert waren, nicht mit der zweiten Garnitur an und spielten gut mit.

Die besten Chancen für die Russen vergaben der Portugiese Danny und Pawel Pogrebnjak, dem zudem in der 39. Minuten ein Tor wegen angeblichem Offside aberkannt wurde. Zwanzig Minuten vor Schluss schockte der holländische Zenit-Trainer Dick Advocaat die Fans, als er Star Andrej Arschawin auswechselte. Seine (Toll-)Kühnheit wurde nicht belohnt. St. Petersburg bleibt nur der Uefa-Cup.

Real-Sieg dank frühem Tor von Raul

Das 0:0 bedeutete das Aus für den Uefa-Cup-Sieger, weil Real Madrid in Weissrussland gegen Borissow gewann. Das entscheidende Tor für die Mannschaft des höchst umstrittenen Trainers Bernd Schuster gelang Raul bereits in der 7. Minute. Real spielte zwar nicht überragend, doch BATE Borissow fehlte die Klasse, um das Spiel zu wenden.

Villarreal und ManU mit logischem 0:0

Villarreal und Manchester United stehen in den Achtelfinals der Champions League. Die beiden Top-Teams der Gruppe E trennten sich wie bereits im Hinspiel torlos 0:0 und von Aalborg, das Celtic Glasgow 2:1 besiegte, nicht mehr abgefangen werden.

Obwohl sich Villarreal und ManU im El Madrigal lange Zeit nichts schenkten, war im Duell der punktgleichen Spitzenteams das 0:0 letztlich das logische Resultat, das beiden genügte, um sicher in der nächsten Runde zu stehen. Bereits in den drei vorangegangenen Spielen zwischen den beiden Teams hatte es keine Tore gegeben. Acht Minuten vor dem Ende wurde der spanische Europameister Capdevila vom Feld verwiesen, nachdem er er Cristiano Ronaldo umgegrätscht hatte. Nach dem Remis bleibt Villarreal im Europacup zuhause weiterhin ohne Niederlage. Der Titelverteidiger aus Manchester ist nun bereits seit 18 Champions-League-Spielen ungeschlagen. Die Rekordmarke liegt bei 19 und wird von Ajax Amsterdam und Bayern München gehalten.

Celtic auswärts immer noch ohne Erfolg

Celtic Glasgow bleibt in der Champions League auf fremdem Terrain weiterhin ohne Sieg. Die Schotten kassierten beim 1:2 in Aalborg die elfte Auswärtsniederlage in Serie. Seit 20 Spielen stehen die «Hoops» nun in der Fremde ohne Sieg da.. Verteidiger Gary Caldwell lenkte drei Minuten vor Schluss einen Querpass unglücklich ins eigene Tor. Barry Robson hatte die Gäste mit einem herrlichen Kopfballtreffer in Führung gebracht, der Brasilianer Caca erzielte mit einem abgefälschten Weitschuss den Ausgleich für die Dänen, die im neuen Jahr im Uefa-Cup weiterspielen werden.

Arsenal und Porto mit glücklicher Hand

Arsenal und der FC Porto stehen bereits vor dem letzten Spieltag in der Gruppe G als Achtelfinal-Teilnehmer fest. Die Londoner erreichten gegen Dynamo Kiew (1:0) die nötigen Punkte, Porto siegte bei Fenerbahce Istanbul 2:1.

Arsenal hätte gegen die Ukrainer bereits das bis kurz vor Schluss bestehende 0:0 zum Weiterkommen gereicht. In der 87. Minute jedoch machte Joker Nicklas Bendtner mit einem illegalen Treffer alles klar. Der Däne war mit einem von Cesc Fabregas nicht korrekt ausgeführten Freistoss davongezogen und hatte sich den Ball vor dem Torschuss gar noch mit der Hand zurechtgelegt. Die Ukrainer reklamieren zwar zurecht, doch der Luxemburger Schiedsrichter Alain Hamer hatte es anders gesehen und den reklamierenden Olexandr Alijew mit der Gelb-Roten Karte vom Platz geschickt.

Djourou spielte als Rechtsverteidiger

Bei den Londonern lieferte Johan Djourou auf der ungewohnten rechten Abwehrseite eine solide Darbietung ab. Das Spiel der Engländer, bei denen der abgesetzte Captain William Gallas in die Innenverteidigung zurückkehrte, war jedoch wenig inspiriert und konnte die 60 000 Fans im Emirates-Stadion kaum begeistern.

Auch Fenerbahce musste sich über ein übersehenes Handspiel ärgern. Lisandro hatte die Gäste vor der Pause mit zwei Treffern in Führung geschossen. Aber auch hier war einem Tor des Portugiesen ein Handsvergehen vorangegangen. Der türkische EM-Teilnehmer Kazim Kazim brachte die Einheimischen mit dem 1:2 nochmals heran, zu mehr war die Mannschaft von Europameister-Trainer Luis Aragones, der nun wohl um seinen Job bangen muss, aber nicht fähig.

Bayern und Lyon machen alles klar

Auch in der Gruppe F sind die beiden Achtelfinalisten bereits nach der vorletzten Runde bekannt. Die favorisierten Bayern München (3:0 gegen Steaua Bukarest) und Lyon (2:1 in Florenz) sicherten sich einen Platz unter den besten 16 Teams.

Lyon zog mit einer überzeugenden Leistung zum siebten Mal in Folge in die nächste Champions-League-Runde. Der französische Serienmeister überzeugte mit einer konzentrierten Defensivleistung und durchschlagskräftigen Konterangriffen. Ein solcher führte nach einer Viertelstunde zum Führungstreffer durch den Kameruner Jean Makoun. Zehn Minuten später sorgte Karim Benzema, der bereits die Vorlage zum 1:0 geliefert hatte, für die Vorentscheidung. Für den bald 21-jährigen Benzema war es im 16. Champions-League-Spiel das 11. Tor.

Für die Fiorentina war der Zweitore-Rückstand unglücklich, weil sie durchaus bemüht war, mit offensivem Spiel ihre letzten Hoffnungen auf den Achtelfinal-Einzug aufrecht zu erhalten. Sie war spielbestimmend. Nur, fanden die Italiener über weite Strecken der Partie keine Mittel, sich in den Strafraum der Lyonnais durchzuspielen. Oft wurde aus der Ferne geschossen; die beiden Stürmer, Alberto Gilardino und Adrian Mutu, konnten allzu oft nicht in die Angriffe eingebunden werden. Die Toskaner besassen nach dem Anschlusstreffer Möglichkeiten zum Ausgleich, unter anderem bei einem Pfostenschuss des Ex-Baslers Zdravko Kuzmanovic, doch Lyon blieb in seinen Aktionen zielstrebiger und sorgte mit jeder Standardsituation für Gefahr. Der Brasilianer Juninho, der in den siebeneinhalb Jahren in Lyon nicht weniger als 40. Freistösse direkt verwandelt hat, traf dabei zweimal die Latte.

Toni schaffte sein erstes Tor in der Champions League

Das seit zwei Monaten ungeschlagene Bayern München musste fast eine Stunde lang warten, ehe dem späteren Doppeltorschützen Miroslav Klose das 1:0 gelang. Dabei hätte Luca Toni, der mit seinem ersten Champions-League-Treffer überhaupt das 2:0 besorgte, schon in den ersten zehn Minuten für eine Führung sorgen müssen. Der Italiener scheiterte nach Vorarbeit von Klose gleich zwei Mal aus bester Position. Steaua, das seit 13 Spielen ohne Sieg ist, war wie oft in der Champions League überfordert. Erst nach 24 Minuten tauchten die Rumänen erstmals gefährlich vor dem Tor von Michael Rensing auf.

In der letzten Runde spielen Lyon und Bayern München um den Gruppensieg, während Steaua Bukarest und die Fiorentina den Uefa-Cup-Teilnehmer ermitteln.

si/str

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