Zum Hauptinhalt springen

FC Köniz zu überheblich

Der FC Köniz ist gegen den Tabellenvorletzten La Chaux-de-Fonds nicht über ein 2:2-Unentschieden hinausgekommen, hat aber immerhin den Nimbus der Ungeschlagenheit bewahrt.

Früh erfolgreich: Adjei Luther King vom FC Köniz.
Früh erfolgreich: Adjei Luther King vom FC Köniz.
Manuel Zingg

Der favorisierte FC Köniz startete gegen La Chaux-de-Fonds enorm druckvoll in die Partie. Allen voran ging der 26-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürger Adjei Luther King, der auf diese Saison hin von den Neuenburgern zum Team von Trainer Bernard Pulver gestossen ist.

Bereits in der 3. Minute gelang ihm gegen seinen früheren Verein nach einem schnell vorgetragenen Angriff die frühe Könizer Führung. Über nur wenige Stationen war der Ball zu ihm gelangt, mit einem sehenswerten Schuss in die linke obere Torecke schloss Luther King ab.

Statt weiter Druck zu machen, überliess das Heimteam jedoch dem spielstarken Aufsteiger zusehends das Spieldiktat, was in der 9. Minute durch Meva mit dem 1:1-Ausgleichstreffer bestraft wurde. Und nur 4 Minuten danach landete die Kugel am Torgehäuse, Köniz geriet beinahe in Rückstand. Als hätte der Pfostenschuss ihnen als Weckruf gedient, besannen sich die Gastgeber urplötzlich wieder ihrer Offensivstärken.

Mittels eines trockenen Flachschusses von der Strafraumgrenze aus gelang Fabio Morelli in der 23. Minute die 2:1-Führung. Viel Pech hatte in der 32. Minute Luther King, als der Ball nach einer feinen Einzelleistung vom linken Torpfosten zurück ins Feld sprang und es somit beim knappen Eintorevorsprung zur Halbzeit blieb.

Nachlassen nach der Pause

Die Partie war nach Wiederbeginn noch keine 3 Minuten alt, die Könizer mit ihren Gedanken wohl noch in der Garderobe. Im Anschluss an einen Eckball durch Cher stand es 2:2, die Gäste hatten erneut ausgeglichen.

«Da hat sich meine Mannschaft völlig naiv verhalten, obwohl ich in meiner Pausenansprache genau davor gewarnt habe», enervierte sich Köniz-Trainer Bernard Pulver nach Spielschluss über den Treffer der Jurassier. Mit einem Doppelwechsel in der 56. Minute drückte Pulver unmissverständlich seine Unzufriedenheit aus und versuchte neue Impulse zu setzen.

Gebracht hat dies schliesslich trotz aller Bemühungen und einer Riesenchance in der Nachspielzeit nichts. Köniz erzielte keinen dritten Treffer mehr. Es blieb beim 2:2-Unentschieden. Das lag nicht zuletzt auch an den aufopfernd kämpfenden Gästen, die mit vereinten Kräften dafür sorgten, dass ihr dürftiges Punktekonto um einen Zähler auf fünf Punkte anwuchs.

Die Könizer ihrerseits wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, mit einer viel zu überheblichen Einstellung ans Werk gegangen zu sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch