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FC Thun: Nicht auf andere zeigen

Der FC Thun kommt in der Tabelle nicht vom Fleck. «Es besteht aber kein Grund zur Panik», hält Verteidiger Roy Gelmi vor dem Heimspiel gegen St. Gallen fest.

Notbremse: Im Hinspiel (0:3) konnte Roy Gelmi (rechts) St. Gallens Roman Buess nur regelwidrig stoppen – die Folge: Platzverweis, Freistoss, Tor zum 0:1.
Notbremse: Im Hinspiel (0:3) konnte Roy Gelmi (rechts) St. Gallens Roman Buess nur regelwidrig stoppen – die Folge: Platzverweis, Freistoss, Tor zum 0:1.
Keystone

Noch einen Punkt haben die Thuner Reserve auf das Tabellenende. Sion und Luzern liegen mit 14 Zählern dahinter. Der FCT braucht dringend Punktezuwachs. «Es ist keine einfache Situation», sagt Roy Gelmi. Der St. Galler ist zwar erst 22 Jahre alt, analysiert die momentane Lage aber wie ein alter Routinier.

Der Innenverteidiger weiss, dass man wie zuletzt bei den Grass­hoppers (0:2) selber schuld war, dass man mit leeren Händen dastand. «Wir begehen zu viele Eigenfehler», sagt Gelmi und fügt hinzu: «Solche haben andere Teams zwar auch, aber bei uns werden sie derzeit immer gleich bestraft.»Dem widerspricht Trainer Marc Schneider nicht. «Wir werden wirklich für sehr wenig äusserst hart bestraft.» Der Chef will indes keine hängenden Köpfe ­sehen.

Resolut weist er am Donnerstagmorgen im Training die Spieler zurecht, als ihm die Ausführung einer Übung missfällt. «Die jungen Spieler müssen lernen, Leistung zu bringen – auch im Training; jeden Tag», sagt der 37-Jährige. Die lauten Worte will Schneider nicht als Nervosität verstanden wissen. «Überhaupt nicht, wir kennen unsere Situation und wissen, dass es bis zum Ende eine schwierige Saison wird.»

Ruhe bewahren

Das wiederum bestätigt auch Gelmi. «Klar, uns fehlen ein paar Punkte. Aber es herrscht keine Panik. Es gibt auch keinen Grund für eine solche.» In der momentanen Lage gebe es nur ein Rezept, meint der Innenverteidiger. «Jeder muss sich selber hinterfragen, dafür besorgt sein, dass seine Leistung stimmt, und nicht auf andere zeigen.» Zwar haben die siebtplatzierten Thuner mit 15 Zählern nur einen weniger als im Vorjahr am Ende der Vorrunde, aber die Teams sind in dieser Saison ausgeglichener und näher beieinander.

Auch aufgrund der langen Absenzenliste (es fehlen acht Spieler, siehe Kasten) hält Gelmi fest: «Es kann sein, dass wir in der Tabelle noch weiter nach hinten rutschen.» Doch diese Option ziehe er eigentlich gar nicht erst in Betracht. «Und selbst dann ­wäre ich nicht beunruhigt. Im Gegenteil: Ich bin überzeugt, dass wir die Situation gemeinsam meistern werden.»

Das Punktekonto will der Ostschweizer, der erst im Sommer nach Thun gekommen ist, schon heute Samstag aufbessern, zumal sein Stammklub zu Besuch kommt. «Gegen St. Gallen zu spielen, ist für mich natürlich speziell. Ich habe noch viel Kontakt mit Spielern. Klar, dass da immer wieder Sprüche zu hören sind.»

Die erste Begegnung gegen den FCSG hat Gelmi nicht in bester Erinnerung. Die Partie war für ihn nach einem Foul an Roman Buess bereits nach 17 Minuten und dem Platzverweis zu Ende. «Diesmal will ich länger auf dem Feld bleiben», betont Gelmi mit einem Schmunzeln. Einen weiteren Ausfall können sich die Thuner momentan schlicht auch nicht leisten.

Denn der Equipe steht eine anstrengende Woche bevor. Nach der Partie gegen St. Gallen gastieren die Thuner am Mittwoch im Cupviertelfinal beim FC Zürich. Und am nächsten Sonntag empfangen sie in der Meisterschaft YB zum Derby. «Das strenge Programm ist kein Nachteil. Ich habe es lieber, wenn es Schlag auf Schlag geht, dann hat man auch nicht lange Zeit, allfälligen ­Fehlern nachzutrauen, sondern muss schon auf die nächste Partie fokussieren.»

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