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FCZ: Cabral bestreitet den Vergewaltigungs-Vorwurf

Nach den schweren Anschuldigungen aus England zieht sich FCZ-Mittelfeldspieler Cabral aus dem Spielbetrieb zurück.

Geboren auf den Kapverden, wurde Adilson Tavares Varela, kurz: Cabral, nach seiner Einbürgerung Schweizer Junioren-Nationalspieler. Das Fussball-ABC hatte er bei Lausanne Sport erlernt.
Geboren auf den Kapverden, wurde Adilson Tavares Varela, kurz: Cabral, nach seiner Einbürgerung Schweizer Junioren-Nationalspieler. Das Fussball-ABC hatte er bei Lausanne Sport erlernt.
Keystone
Achtmal spielte Cabral zwischen 2007 und 2009 auch für das Schweizer U-21-Nationalteam – unter anderem an der Seite von Yann Sommer, Fabian Frei, Jonas Elmer oder Shkelzen Gashi. Zu sehen ist er im Bild als Zweiter von links.
Achtmal spielte Cabral zwischen 2007 und 2009 auch für das Schweizer U-21-Nationalteam – unter anderem an der Seite von Yann Sommer, Fabian Frei, Jonas Elmer oder Shkelzen Gashi. Zu sehen ist er im Bild als Zweiter von links.
Keystone
Es gab dann allerdings weniger zu bejubeln als erwartet – seine Zeit in Zürich ist bislang eher ein Missverständnis. Obschon als Leader geholt, durfte sich Cabral das FCZ-Matchleibchen insgesamt nur 14-mal überstreifen.
Es gab dann allerdings weniger zu bejubeln als erwartet – seine Zeit in Zürich ist bislang eher ein Missverständnis. Obschon als Leader geholt, durfte sich Cabral das FCZ-Matchleibchen insgesamt nur 14-mal überstreifen.
Keystone
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FCZ-Mittelfeldspieler Cabral bestreitet den Vorwurf, vor gut einem Jahr eine Frau vergewaltigt zu haben. Dies sagte der 27-Jährige im Gespräch mit der Führung des FC Zürich. Bestätigt hat er hingegen, dass er für den 24. April 2016 von einem Gericht nach Newcastle vorgeladen worden sei und dort auch erscheinen will.

Ereignet haben soll sich die Tat am 25. Januar 2015. Cabral, damals noch bei Sunderland unter Vertrag, wurde noch in der Tatnacht festgenommen, sein Kontrakt bei Sunderland wenige Tage nach der Verhaftung aufgelöst. Ein halbes Jahr später wechselte der Mittelfeldspieler zum FCZ. Bekannt gemacht hatte dies am Dienstag die Zeitung «Independent».

Sofortiges Treffen mit Canepa

Aufgeschreckt von dieser Recherche, hatte sich der Zürcher Club erstmals am Nachmittag zu den Vorwürfen geäussert, die für ihn bis heute «neu waren». In einer Medienmitteilung hiess es: «Der FC Zürich hat mit Bestürzung von den Vorwürfen gegen Cabral erfahren.» Eilig wurde eine Unterredung zwischen Präsident Ancillo Canepa und dem beschuldigten Spieler einberufen.

Diese ergab nun: Cabral wird sich für die kommenden Tage zurückziehen und nicht an den Trainings und dem Spielbetrieb teilnehmen. Zudem schrieb der FCZ: «Weitere Informationen werden nicht vor kommender Woche erwartet.» Sobald es Neuigkeiten gäbe, werde der Club intern wie extern informieren.

Schon wieder Sunderland

Dass Fussballer mit Sexskandalen in Verbindung gebracht werden, ist nicht neu. In den vergangenen Wochen dominierte bereits ein anderer Fall eines ehemaligen Sunderland-Profis in England die Schlagzeilen. Adam Johnson, 2012 zu den Black Cats gewechselt, musste wegen einer Affäre mit einer Minderjährigen ebenfalls vor Gericht. Dort bekannte sich der ehemalige englische Nationalspieler im Februar 2016 in einem der vier Anklagepunkte schuldig, weshalb er von Sunderland umgehend entlassen wurde. Der Prozess ist beendet, Johnson wartet noch auf sein Urteil – ihm drohen fünf Jahre Gefängnis.

Und Anfang 2016 fand im Berner Oberland ein Verfahren gegen drei ehemalige Profis des FC Thun statt. Ihnen wurde vorgeworfen, die Freundin eines der drei Spieler vergewaltigt zu haben – die Tat habe sich im November 2005 ereignet. Die Fussballer wurden vom Gericht jedoch freigesprochen. Auch bei Cabral gilt die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Gefängnisstrafe von fünf bis acht Jahren.

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