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Fergusons verpasstes Dinner mit Sinatra

Es gibt nicht viel, das Alex Ferguson bedauert. Dass er nach einer Niederlage von Manchester United das geplante Nachtessen mit Frank Sinatra absagte, wurmt den Schotten jedoch ungemein.

Die späte Reue: Alex Ferguson bedauert das abgesagte Nachtessen mit Frank Sinatra vor 19 Jahren.
Die späte Reue: Alex Ferguson bedauert das abgesagte Nachtessen mit Frank Sinatra vor 19 Jahren.
Keystone

Ferguson liebt die Musik von Frank Sinatra. Es war im April 1989, als die beiden zum Abendessen in London verabredet waren. Doch weil Manchester United an diesem Abend im Selhurst Park 0:1 gegen Charlton verlor, war Ferguson derart aufgebracht, dass er Sinatra eine Absage erteilte und mit dem Mannschaftscar zurück nach Manchester fuhr. «Ich war nicht in der Stimmung, an diesem Abend irgendjemanden zu treffen», gab Ferguson Jahre später zu. Er sei damals zu besessen gewesen, findet der 66-Jährige heute.

Das Rendezvous mit Frank Sinatra vermieste ihm der linke Aussenverteidiger Mark Reid mit einem verwerteten Penalty. Der heute 47-Jährige musste schmunzeln, als er gestern davon erfuhr. «Es ist lustig, dass ich in den frühen Achtzigerjahren mit Celtic gegen Aberdeen auch einen Penalty schoss und so das Team von Ferguson aus dem schottischen Cup eliminierte», erinnert sich Reid.

Rennpferde und Wein gegen die Besessenheit

«Ich musste etwas gegen diese Besessenheit machen, deshalb kaufte ich zwei Rennpferde», erzählt Ferguson. «Aber meine Frau Cathy fand, dass ich auch hier zu besessen wurde. Heute ist es für mich aber reines Vergnügen.» Er beschäftigte sich auch mit Wein und nahm das Golfspiel wieder auf. «So realisierte ich Stück für Stück, dass ich andere Wege finden musste, wie ich meine Energie nutzen konnte, und um nicht wegen allem, was rund um das ‹Old Trafford› passierte, aufgebracht zu sein», führte er weiter aus.

Ferguson greift auch selber gerne in die Tasten. «Ich habe es mit dem Klavierspiel versucht, aber ich brauche einen Lehrer. Ich habe es ohne versucht, was aber sehr schwierig ist. Dennoch setze ich mich gerne ans Piano und klimpere ein bisschen. Doch jetzt brauche ich einen Lehrer – um wenigstens einigermassen gut zu werden», verrät Ferguson.

Hätte Ferguson an jenem Abend Sinatra getroffen, wäre er später in der Lage gewesen, den Spruch des legendären Brian Clough zu wiederholen. «Ah, Sinatra, der hat mich einmal getroffen», hatte der 2004 verstorbene Sprücheklopfer, der mit Nottingham Forest 1979 und 1980 den Meistercup gewonnen hatte, gesagt.

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