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Fritz Künzli 73-jährig gestorben

Wenige Wochen nach dem Tod Köbi Kuhns ist eine weitere FCZ-Legende verschieden.

Der Captain des FC Zürich Fritz Künzli hält nach dem 1:0-Sieg beim Cup-Final zwischen dem FCZ und dem FC Basel am 22. Mai 1972 im Wankdorfstadion in Bern den Siegerpokal in die Höhe. Insgesamt viermal wurde Künzli Cup-Sieger.
Der Captain des FC Zürich Fritz Künzli hält nach dem 1:0-Sieg beim Cup-Final zwischen dem FCZ und dem FC Basel am 22. Mai 1972 im Wankdorfstadion in Bern den Siegerpokal in die Höhe. Insgesamt viermal wurde Künzli Cup-Sieger.
Str, Keystone
So hatte er schon 1970 mit den Zürchern den Sieg im Cup feiern dürfen.
So hatte er schon 1970 mit den Zürchern den Sieg im Cup feiern dürfen.
Str, Keystone
Als ehemaliger FCZ-Spieler liess es sich Künzli nicht nehmen, 2006 beim Empfang des Stadtclubs durch den Zürcher Stadtrat dabei zu sein und den Meister zu feiern.
Als ehemaliger FCZ-Spieler liess es sich Künzli nicht nehmen, 2006 beim Empfang des Stadtclubs durch den Zürcher Stadtrat dabei zu sein und den Meister zu feiern.
Alessandro Della Bella, Keystone
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Fritz Künzli wurde mit dem FCZ zweimal Schweizer Meister. Fritz Künzli gewann viermal den Cup. Fritz Künzli erzielte in 313 Spielen in der höchsten Schweizer Liga 201 Tore. Fritz Künzli war Nationalspieler. Doch nun ist Fritz Künzli im Alter von 73 Jahren und nach langer Krankheit verstorben, wie der «Blick» berichtet. Es ist der dritte Todesfall eines legendären FCZ-Spielers in diesem Jahr nach Karl Grob und Köbi Kuhn.

Im FCZ-Buch «Eine Stadt, ein Verein, eine Geschichte» steht über Künzli: «Heute würde man Künzli einen Popstar nennen. In den sechziger Jahren war er das, was Cristiano Ronaldo 40 Jahre später in Manchester und Madrid wurde. Die Herzen flogen ihm zu.» Er selbst sagt im Buch dazu: «Es war einfach so, dass nach den Spielen alle zu mir rannten und ein Autogramm von mir wollten.»

Der Vater verhinderte einen Wechsel zu GC

Künzli war ein Torjäger im klassischen Sinn und zu den ganz grossen FCZ-Zeiten. Geschichten mit Fussballern wie ihm gibt es heute kaum mehr. Er war 18-jährig, als er 1964 aus Glarus nach Zürich wechselte und beim FCZ debütierte. Auch die Grasshoppers hätten ihn gerne verpflichtet, doch sein Vater, ein Beizer, war gegen den Wechsel. Überzeugen liess sich Papa Künzli erst bei einer Flasche Wein mit dem damaligen FCZ-Präsidenten Edi Naegeli.

Künzli traf bereits in seinem ersten Einsatz - es war in einem Derby gegen GC. Im «Tages-Anzeiger» stand einmal, nichts habe ihn nach diesem Debüt aufgehalten, eine grosse Karriere zu machen. Tatsächlich war Künzli nicht nur ein grossartiger Fussballer, sondern auch ein Lebemann. Er sei sicher gerne und häufig «uf dGass», hat er einmal gesagt.

Das Prominenten-Paar Künzli und Kaelin

Künzli war gelernter Buchhalter und einer der ersten Fussballprofis in der Schweiz. Der passionierte Kartenspieler beendete seine Karriere 1978 nach Abstechern zu Winterthur, Lausanne und San Diego. Danach führte er selbst ein Restaurant in Zürich, später stieg er in den Champagner- und Weinhandel ein. Und vor allem in den Boulevard-Medien war Künzli auch Jahre nach seiner Karriere immer wieder eine Schlagzeile wert. Zusammen mit Entertainerin Monika Kaelin, die den an Alzheimer erkrankten Künzli bis zuletzt pflegte, bildete er eines der ersten Promipaare der Schweiz.

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