GC am Tiefpunkt, der Frust sitzt tief

Nur einen Punkt aus acht Spielen. GC verliert gegen Luzern diskussionslos. YB gewinnt gegen Sion in letzter Minute.

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Thomas Häberli kommt als Trainer des FC Luzern mit seinem Team im zweiten Spiel zum ersten Sieg. Die Innerschweizer schlagen den Tabellenletzten Grasshoppers auswärts 3:1.

Im Prinzip war die Partie nach 23 Minuten entschieden. Marvin Schulz mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (16.) und Christian Schneuwly (23.) schossen den FC Luzern früh 2:0 in Führung. Dem ersten Tor ging ein Fehler von Raphael Holzhauser voraus, beim zweiten liess sich die Zürcher Defensive im Kollektiv mit einem Steilpass düpieren. Danach geriet der Vorsprung der Innerschweizer kaum mehr in Gefahr.

Arlind Ajeti trifft innert vier Minuten in beide Tore

Zwar schaffte GC nach einem Corner kurz nach der Pause durch Innenverteidiger Arlind Ajeti das erhoffte schnelle Anschlusstor, doch nachdem derselbe Ajeti nur fünf Minuten später eine Flanke von Schneuwly ins eigene Tor gelenkt hatte, kam von den Grasshoppers kaum noch eine Reaktion.

Die Zürcher kassierten die siebte Niederlage in den letzten acht Runden. Ihre Leistung war so schwach, dass man sich fragen muss, wie dieses Team den Abstieg noch verhindern will. Wenn es einen positiven Ansatz gibt für die Zürcher, dann vielleicht dieser: Der Isländer Runar Sigurjonsson gab nach der Pause sein Comeback, und in der Schlussphase kam auch noch Shani Tarashaj zum Einsatz. Doch ob die beiden so schnell wieder in Form können, dass sie dem Team noch helfen können, ist fraglich.

FCL im Aufwind und verdienter Sieger

Deutlich besser sehen die Perspektiven für den FC Luzern aus. Auch der FCL war mit nur einem Punkt aus vier Spielen in die Rückrunde gestartet. Doch auf dem Feld waren die Innerschweizer klar überlegen, und auch wenn sie nach der Pause etwas gar passiv agierten, hatten sie mit ihren Kontern mehr und bessere Chancen als GC.

Nach dem ersten Sieg im neuen Jahr beträgt Luzerns Vorsprung auf den 9. (Barrage-)Platz zehn Punkte.

Ersatz-Ersatz Garcia erlöst die Young Boys

Wie zuletzt in Lugano entscheiden die Young Boys mit einem einzigen, kurz vor dem Abpfiff erzielten Tor ein Meisterschaftsspiel für sich. Das neuste 1:0 schaut im Heimspiel gegen Sion heraus.

Verteidiger Ulisses Garcia war gleichsam der Reservist einen Einwechselspielers. Miralem Sulejmani gab in der 74. Minute das Comeback nach der seit Mitte Dezember dauernden Verletzungspause. Der Versuch missriet. Der Serbe musste sich nach nur zehnminütigem Einsatz ersetzen lassen. Und so kam Garcia für die letzten knapp zehn Minuten auf den Platz. Die reguläre Spielzeit war gerade abgelaufen, als Garcia mittels Scherenschlag von der Strafraumgrenze einen von den Sittenern ungenügend abgewehrten Ball mit einem Aufsetzer verwertete.

YB setzt Serie fort

Auf diese Weise dehnen die Berner ihre erstaunliche Serie auf 54 Spiele aus: In so vielen Super-League-Spielen am Stück haben sie immer mindestens ein Tor erzielt. Aber sowohl zuletzt in Lugano als auch jetzt vor mehr als 25'000 Zuschauern im Stade de Suisse hätten sie mit dem Toreschiessen nicht länger warten dürfen.

In der ersten Halbzeit hätten sich die Young Boys bei 12:1 Schüssen und mit zahlreichen sehr guten Chancen eine klare Führung erarbeiten müssen. Aber je länger der Match dauerte, desto mehr Mühe hatten sie gegen die Sittener Defensive. Verdient war der 20. Sieg im 23. Meisterschaftsspiel jedoch allemal.

Yakins tapfere Mannschaft nicht belohnt

Nach den Schreckenserlebnissen im Cup-Viertelfinal gegen Basel (2:4 nach Verlängerung nach einer späten 2:0-Führung) änderte Sions Trainer Murat Yakin seine Mannschaft in der Anfangsformation auf acht Positionen. Zwei Änderungen waren indessen gegeben: Der wichtigste Offensivspieler Pajtim Kasami war in Bern gesperrt, und Xavier Kouassi kehrte von einer Sperre zurück, die er im Match gegen Basel abgesessen hatte. Die Sittener konnten die Berner Abwehr über die 90 Minuten kaum je in Verlegenheit bringen, aber die aufopferungsvolle Abwehrleistung hätte beinahe einen Punktgewinn ermöglicht.

Grasshoppers - Luzern 1:3 (0:2)
3700 Zuschauer. SR San.

Tore: 16. Schulz 0:1. 23. Schneuwly 0:2. 50. Ajeti (Rhyner) 1:2. 55. Ajeti (Eigentor) 1:3.
Grasshoppers: Lindner; Cvetkovic, Ajeti, Rhyner, Goelzer; Kamber (46. Sigurjonsson), Diani; Ravet, Holzhauser (46. Djuricin), Ngoy (70. Tarashaj); Caiuby.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Schulz (79. Ugrinic), Voca; Vargas, Schneuwly, Schürpf (63. Ndenge); Eleke (88. Demhasaj).
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic, Pinga und Arigoni (alle verletzt), Luzern ohne Kakabadse, Knezevic und Juric (alle verletzt).
Verwarnungen: 36. Rhyner (Foul). 66. Diani (Foul). 69. Ndenge (Foul).

Young Boys - Sion 1:0 (0:0)
25'365 Zuschauer. SR Hänni.

Tor: 91. Garcia 1:0.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Wüthrich, Von Bergen, Benito; Fassnacht (74. Sulejmani, 84. Garcia), Sow, Aebischer, Moumi Ngamaleu (65. Gaudino); Assalé, Nsame.
Sion: Fickentscher, Maçeiras (62. Ndoye), Bamert, Angha, Abdellaoui; Fortune (73. Toma), Mveng, Kouassi, Blasucci (46. Grgic), Morgado; Uldrikis.
Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau, Lauper und Lotomba (alle verletzt). Sion ohne Kasami (gesperrt), Carlitos, Mitrjuschkin, Song, Raphael, Kukeli und Baltazar (alle verletzt). 13. Kopfball von Fassnacht an die Latte.
Verwarnungen: 41. Von Bergen (Foul), 88. Mveng (Foul).

Rangliste:

1. Young Boys 23/62 (64:21). 2. Basel 22/40 (42:34). 3. Thun 22/36 (44:31). 4. Zürich 22/29 (31:32). 5. Luzern 23/29 (35:43). 6. St. Gallen 22/28 (34:41). 7. Sion 23/26 (35:37). 8. Lugano 22/23 (32:38). 9. Neuchâtel Xamax FCS 22/19 (29:47). 10. Grasshoppers 23/18 (24:46).

Fussball

var/sda

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